Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacques Le Goff

Ritter, Einhorn, Troubadoure

Helden und Wunder des Mittelalters

Cover: Ritter, Einhorn, Troubadoure

C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN-10 3406535852
ISBN-13 9783406535857
Gebunden, 239 Seiten, 29,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen von Annette Lallemand. Mit 147 Farb- und S/W-Abbildungen. Jacques Le Goff bietet hier einen faszinierenden Einblick in die Bildwelt des Mittelalters. Zu diesem Kosmos gehören Robin Hood und Merlin ebenso wie die Kathedrale und das Einhorn, das Schlaraffenland und der Jongleur. In dem reich illustrierten Band lernt der Leser die bunten und phantasievollen Seiten des Mittelalters kennen, und wird dabei kundig von den erzählerischen Texten Le Goffs begleitet.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Jacques Le Goff bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2005

Nicht um historische Rekonstruktion oder korrigierende Entmythologisierung geht es in diesem Buch, sondern um die gesamteuropäische Schatzkiste der Erinnerung an das Mittelalter. Und wie gerne hat der Rezensent Olaf B. Rader darin gekramt! Burgen und Kathedralen, El Cid, Artus, Robin Hood und andere, die in der kulturellen Imagination Karrieren vom "Raufbold" zum "Helden" hinlegten, Erfundenes und historisch Belegtes - all das, was unsere Wahrnehmung des Mittelalters sinnbildlich geprägt hat und nach wie vor prägt, wird von Jacques Le Goff so aufbereitet, dass man sich "sofort festliest". Man erfährt auch, welche Wandlungen die kulturellen Bilder durchmachten: Die Aufklärung wischte den dunklen Schleier über dem Mittelalter weg, die Romantik legte ihn erneut darüber, und bis heute ist er dort geblieben. Ein "schön gestaltetes" Buch - und eine uneingeschränkte Empfehlung.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2005

Für den Mediävisten Jacques Le Goff, erklärt uns Rezensent Michael Borgolte, entstand Europa im Mittelalter, und mehr als christliche Überlieferungen teilt es ein nichtchristliches Traditionsgut aus keltischen, indogermanischen oder orientalischen Überlieferungen. In seinem neuen Buch "Ritter, Einhorn, Troubadoure" untersucht Le Goff in zwanzig Skizzen das "Wunderbare": legendäre Gestalten wie Karl der Große, der Cid oder Roland, aber auch König Artus, die Fee Melusine, den Zauberer Merlin und Robin Hood; Menschentypen wie Ritter, Troubadoure und Walküren; Fiktionen wie das Schlaraffenland oder das Einhorn; und schließlich Realien wie die Kathedralen, Burgen und den Kreuzgang. Rezensent Borgolte möchte Le Goff nicht unbedingt in Gedanken folgen, diskutabel findet er etwa die Grundthese, dass "das mittelalterliche Erbe das wichtigste Vermächtnis der Vergangenheit an Europas Gegenwart und Zukunft" sei oder die Vermutung, dass die Dämonin Melusine heute in Gestalt der Frauenbeauftragten weiterlebt. Aber interessiert haben ihn die Skizzen ohne jeden Zweifel.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus
Anzeige
C.H. Beck bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren