Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marcel Krings

Selbstentwürfe

Zur Poetik des Ich bei Valery, Rilke, Celan und Beckett

Cover: Selbstentwürfe

A. Francke Verlag, Tübingen 2005
ISBN-10 3772081037
ISBN-13 9783772081033
Broschiert, 263 Seiten, 49,00 EUR

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Klappentext

Das Ich galt der Tradition als Quell aller Wahrnehmung und poetischen Schöpfung. Seit Nietzsche aber wird ein mit sich identisches Selbstbewusstsein bezweifelt. Doch Valery, Rilke, Celan und Beckett glauben nicht an den Tod des Subjekts und suchen die subjektive Bedingung des Schreibens neu zu fundieren. Dabei zeigt sich, dass ein Ich selbst dann vorausgesetzt werden muss, wenn es begrifflich nicht erfasst werden kann. Die Studie analysiert vier exemplarische Prosawerke und legt dar, wie das Problem der Selbstbegründung noch literarische Form und Methode diktiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2005

Sandra Pott beginnt mit sehr viel Sympathie für Marcel Krings? Projekt, den von der Postmoderne deklarierten "Tod des Ich" zu ignorieren und sich dem Subjekt im Idealismus zuzuwenden. Damit jedenfalls ist die "Egologie" beschäftigt, in die Krings ausführlich einführt, bevor er sich seinen Autoren zuwendet. Doch dann die Enttäuschung: Es geht gar nicht um die "Poetik des Ich", wie im Titel versprochen, sondern um das "Scheitern solcher Entwürfe" - von Valery, der sich noch wehrte, bis Beckett, der es mit parodistischen Mitteln konstatierte. Außerdem stellt die Rezensentin einen Bruch zwischen Theorieteil und Einzelstudien fest - beide wollen nicht so recht zueinander finden, und zwar einfach deshalb, weil beispielsweise Rilke nicht Kant oder Fichte las. Fazit: gute Werkinterpretationen, aber der Arbeit insgesamt fehlt es an Richtung und Erkenntniskraft.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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