Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacques Derrida

Leben ist Überleben

Passagen-Verlag, Wien 2005
ISBN-10 3851657039
ISBN-13 9783851657036
Kartoniert, 72 Seiten, 10,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. Im August 2004 erschien in Le Monde ein ausführliches Gespräch mit Jacques Derrida, das in seiner Thematik wie im ganzen Duktus auch eine Art testamentarischen Charakter besaß. In dem Gespräch gesteht Jacques Derrida gleich zu Beginn sein persönliches Ringen mit zwei klassischen Topoi der Philosophie und ihrer Aufgabe, indem er sowohl sagt: Ich habe niemals leben-gelernt, als auch: Ich habe nicht gelernt, den Tod zu akzeptieren. Reflexionen über die Figuren der Generation, der Treue und des Erbes kreisen immer wieder um den zentralen Begriff des Überlebens, das nicht zum Leben oder Sterben hinzutritt, sondern etwas Ursprüngliches ist (Leben ist Überleben) und letztlich sogar als das Leben in seiner größtmöglichen Intensität bezeichnet werden kann. In Auseinandersetzung mit aktuellen geopolitischen Themen, die auch mit einer neuen Verantwortung Europas verbunden sind, sowie in der erklärten Leidenschaft für die Sprache erweist sich Derrida erneut als vehementer Verteidiger der Komplexität und des Aporetischen gerade auch in den medialen Diskursen, als Verteidiger eines unbestechlichen Ethos des Schreibens und Denkens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.09.2005

Beeindruckend findet Markus Meßling dieses Gespräch, das der Pariser Journalist Jean Birnbaum mit dem bereits vom Krebs gezeichneten Jacques Derrida im Frühjahr 2004 führte. Es handelt sich um die letzte veröffentlichte Stellungnahme des großen Denkers, die zur Freude Meßlings nun in einer "gelungenen Übersetzung" vorliegt. Er hält dieses Gespräch nicht nur wegen seines testamentarischen Charakters für "bedeutsam", sondern auch, weil es dem Leser noch einmal "gut verständliche Spuren" Elemente aus Derridas Philosophie darlegt." Fast ein wenig erstaunt ist Meßling von der "beinahe nüchternen Klarheit", die "der Meister der Komplexität" hier an den Tag legt. Dabei bleibe keines der großen Themen des Philosophen ausgespart: Tod und (Über-)Leben, Schrift und Identität, Sprache und Fremdheit, Macht und Gerechtigkeit, Bildung und Europa. Die Annahme, sein Projekt der Dekonstruktion sei ein Programm der ethischen und weltanschaulichen Beliebigkeit gewesen, erweise sich auch hier als grotesk, befindet der Rezensent. "Kurz vor seinem Tod schreibt sich Derrida noch einmal ein in das aufklärerische Projekt der Freiheit des Menschen."

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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