Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Hagner (Hrsg.)

Einstein on the Beach

Der Physiker als Phänomen

Cover: Einstein on the Beach

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3596165156
ISBN-13 9783596165155
Taschenbuch, 326 Seiten, 13,90 EUR

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Klappentext

Einstein & sein Gehirn, & die Psychoanalyse, & moderne Kunst, & der Typus des 'mad scientist', & das Kino, & Marilyn, & Architektur, & Literatur.
In Beiträgen von Horst Bredekamp, William Clark, John Forrester, Peter Geimer, Michael Hagner, Michael Hampe, Anke te Heesen, Wolfgang Kemp, Carsten Könneker, Michaela Krützen, Barbara Orland, Philip Ursprung und Harry Walter.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.03.2006

Anregend sei die von Michael Hagner herausgegebene Aufsatzsammlung, die sich mit den Spuren Einsteins in der Alltagskultur auseinander setzt, findet Rezensent Thomas Thiel. Dabei zeige sich, dass das Phänomen Einstein letztlich widerständig bleibe gegenüber popkulturellen Vereinnahmungen, die sich dem zum Mythos gewordenen Physiker über seinen Nonkonformismus oder seiner Symbolsprache anzunähern versuchen. In den Beiträgen von John Forrester und Horst Bredekamp hingegen, die sich mit Einsteins Verhältnis zu Freud beziehungsweise Aby Warburg beschäftigen, erkennt der Rezensent durchaus Bezüge innerhalb der "Kulturrufer" ihrer Zeit. "Brillant" sei der Text von Michael Hampe, der die philosophischen Angriffe auf die Relativitätstheorie unter die Lupe nehme, die aus einem Gemisch aus Antisemitismus und metaphysischem Sicherheitsbedürfnis resultierten. Das vage Fazit des Rezensenten: Zwar sei die kulturgeschichtliche Annäherung lobenswert, trotzdem habe es keiner gewagt das "wissenschaftliche Werk nahtlos aus einer Alltagsphänomenologie" herzuleiten.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.08.2005

Einige echte Glanzlichter hat Christian Efing in diesem Sammelband gefunden, in dem sich dreizehn Autoren in ihren "thematisch wie qualitativ heterogenen Beiträgen" mit der Wissenschaftsikone Albert Einstein beschäftigen. Dabei gehe es den Historikern nicht um Einsteins physikalische Arbeit, erklärt Efing, sondern um das Phänomen Einstein, das "medial inszenierte Genie". Leider, klagt der Rezensent zeichnen viele Autoren die Inszenierung des Mythos einfach nur nach, anstatt ihn zu hinterfragen. Drei Beiträge will er aber aus seiner Kritik herausnehmen: Als wohltuend informativ lobt der Rezensent Michael Hampes Aufsatz über Einsteins Wirkung auf die zeitgenössische Philosophie, die die Relativitätstheorie zu einem theoretischen Relativismus umgemünzt habe. Spannend findet er auch Carsten Könnekers Aufsatz über die politische Rezeption des Einsteinschen Wirken in der Weimarer Zeit. Als Höhepunkt des Bandes feiert Efing aber Harry Walters Aufsatz" Einstein als Marionette", der seiner nach Meinung die übrigen Beiträge überflüssig macht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren