Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die NPD ist in den vergangenen Jahren zu einer Bedrohung der Demokratie geworden - aber nicht, weil sie bald in den Bundestag oder gar irgendwann ins Kanzleramt einziehen könnte. Sondern weil sie - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt - an einer Faschisierung der ostdeutschen Provinz arbeitet. Dort ist sie inzwischen fest verankert ("national befreite Zonen"), hat einen stabilen Wählerstamm, sickert in die Gesellschaft. Wer dort nicht dem völkischen Weltbild entspricht, muss im Alltag entweder sehr tapfer sein - oder er geht. Die NPD ist die älteste rechtsextremistische Partei Deutschlands, aber sie ist auch die modernste. Mit der konservativen Partei der sechziger Jahre hat die neue NPD nichts mehr zu tun. Mit kalkulierten Eklats wie im Sächsischen Landtag ("Bomben-Holocaust") trägt sie Positionen in die Öffentlichkeit, die noch vor kurzem tabu waren. Anders, als man es von rechtsextremen Parteien gewohnt ist, nutzen ihre Abgeordneten clever die parlamentarische Bühne. Die NPD hat heute ein revolutionär-antikapitalistisches Programm, sie setzt auf aktuelle Themen, sie schwimmt mitten in der rechtsextremen Jugendkultur. Ignorieren hilft nicht mehr.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2005
Christina Maria Berr attestiert Toralf Staud, der sich in seinem jüngsten Buch mit der NPD und der Neonazi- Szene beschäftigt, hohe Sachkenntnis, denn er hat "jahrelang" die Entwicklung der rechtsextremen Strömungen in Deutschland verfolgt, wie die Rezensentin mitteilt. Sie lobt das Buch als "kenntnisreiche, detailgenaue" Darstellung auch der Geschichte der NPD und zitiert Vorschläge Stauds, wie mit den "modernen Nazis" umzugehen sei, mit Zustimmung. Wie der Autor ausführt, findet die Berichterstattung über rechtsextreme Parteien und Bewegungen "entweder hysterisch" oder gar nicht statt und er macht aus seiner Überzeugung, dass die "Nazi-Ideologie" mit Vehemenz "widerlegt und bekämpft" werden muss, keinen Hehl, wie die Rezensentin betont.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.08.2005
Aufschlussreich findet Rezensent Pitt von Bebenburg dieses Buch Toralf Stauds über "Moderne Nazis". Der "Zeit"-Autor nehme die NPD ernst, berichtet Bebenburg, er warne davor, die Partei zu unterschätzen, und schreibe zumindest einigen ihrer Funktionäre bei aller ideologischen Verbohrtheit große Cleverness zu. Etwa Parteichef Udo Voigt, mit dem er sich im beim Italiener am Berliner Müggelsee traf. Das größte Problem sehe Staud allerdings nicht in der NPD. Als viel gefährlicher schätze er die Entstehung einer "rechten Erlebniswelt" ein, mit der die NPD zwar zu tun habe, die aber auch jenseits der Partei gedeihe. Zunehmend werde die enge rechte Subkultur zum populären, unübersichtlichen Mainstream-Phänomen. Eine Entwicklung, die die NPD mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt, da sie zwar dadurch einerseits ihre Chancen wachsen sieht, ihr andererseits aber auch die Kontrolle darüber entgleitet, wer dazugehört und wofür er steht.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








