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Klappentext
Laufzeit 140 Minuten. Marrakesch - eine Stadt mit einem Namen wie eine Verheißung. Das singende Stimmengewirr der farbenprächtigen Märkte, orientalische Gerüche, Kameltreiber, Straßenverkäufer, aber auch Bettler und Blinde - all das findet Elias Canetti auf seiner Reise in die fremdartige, faszinierende Stadt. Die literarischen Momentaufnahmen - vom Nobelpreisträger selbst gelesen - verraten am Ende ebenso viel über den bezauberten Schriftsteller wie über die Stadt, die ihn in ihren Bann gezogen hat
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2005
Schon Robert Musil musste neidvoll anerkennen: "Er liest besser als ich!" Canetti war als Autor zu Beginn der dreißiger Jahre wenig berühmt, als Vorleser aber bereits eine bewunderte und angefeindete Zelebrität, berichtet Jochen Hieber. Ihn zu hören, ist deshalb ein Genuss, so auch hier, in seiner Lesung der "Stimmen von Marrakesch" - die allerdings vom Buch vor allem in der Reihenfolge der Texte deutlich abweicht. Erstaunlich findet der Rezensent bei genauerer Betrachtung die Faszination, die vom Vortrag ausgeht. Denn ein orthodoxer Leser sei Canetti keinesfalls: zu schnell, zu fistelig, Vokale gequetscht, Konsonsanten verschliffen. Es ist dann wohl, meint er, die "Aura des Dringlichen", die einen gebannt zuhören lasse.
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