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Klappentext
Gelesen von Lena Stolze und Felix von Manteuffel. Laufzeit 68 Minuten. Canettis Aufzeichnungen, die 1942 im englischen Exil entstanden sind, behandeln bereits seine zentralen Themen Sprache, Tod, Zeit und Utopie und sind der Malerin Marie-Louise von Motesiczky gewidmet. Der Dichter und die Malerin hatten seit 1939/1940 eine Liebesbeziehung, die von der unerfüllten Hoffnung Marie-Louises auf eine Ehe mit Canetti geprägt war und bis zu Canettis Tod 1994 bestand. Ergänzt wird das Hörstück durch ein Gespräch mit Marie-Louise von Motesiczky, die unter anderem über ihren Weg zur Kunst und das schwierige Verhältnis zu Elias Canetti erzählt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2005
Marie-Louise von Motesiczky, die Empfängerin der als Buch nicht mehr als fünfzig Seiten umfassenden Aufzeichnungen, war Canettis Geliebte. Gut zu sprechen auf ihn war sie freilich nicht, später dann, als die einzige aus dem engsten Umfeld, die ihn überlebte. Von seiner Ehe hat er ihr nämlich nie erzählt. Die hier vorliegende Hörbuch-Version der Texte hat den nicht geringen Vorzug, so Jochen Hieber, dass ihr ein Interview mit Marie-Louise von Motesiczky beigefügt ist, in dem sie sich ziemlich skeptisch über Canetti äußert. Der Text der Aufzeichnungen selbst besteht sowohl aus "philosophischen Erwägungen" und Zeitkritischem als auch "sehr persönlichen Botschaften". Was die Sprecher und der Jazzkomponist Nik Bärtsch aus ihrer Vorlage gemacht haben, nämlich eine "kleine Sprechoper", das findet der Rezensent "wohlgelungen".
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