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zuletzt aktualisiert 18.03.2010, 20.18 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Elias Canetti

Aufzeichnungen für Marie-Louise

Hörstück. 2 CDs

Cover: Aufzeichnungen für Marie-Louise

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2005
ISBN-10 3455304125
ISBN-13 9783455304121
CD, 19,95 EUR

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Klappentext

Gelesen von Lena Stolze und Felix von Manteuffel. Laufzeit 68 Minuten. Canettis Aufzeichnungen, die 1942 im englischen Exil entstanden sind, behandeln bereits seine zentralen Themen Sprache, Tod, Zeit und Utopie und sind der Malerin Marie-Louise von Motesiczky gewidmet. Der Dichter und die Malerin hatten seit 1939/1940 eine Liebesbeziehung, die von der unerfüllten Hoffnung Marie-Louises auf eine Ehe mit Canetti geprägt war und bis zu Canettis Tod 1994 bestand. Ergänzt wird das Hörstück durch ein Gespräch mit Marie-Louise von Motesiczky, die unter anderem über ihren Weg zur Kunst und das schwierige Verhältnis zu Elias Canetti erzählt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2005

Marie-Louise von Motesiczky, die Empfängerin der als Buch nicht mehr als fünfzig Seiten umfassenden Aufzeichnungen, war Canettis Geliebte. Gut zu sprechen auf ihn war sie freilich nicht, später dann, als die einzige aus dem engsten Umfeld, die ihn überlebte. Von seiner Ehe hat er ihr nämlich nie erzählt. Die hier vorliegende Hörbuch-Version der Texte hat den nicht geringen Vorzug, so Jochen Hieber, dass ihr ein Interview mit Marie-Louise von Motesiczky beigefügt ist, in dem sie sich ziemlich skeptisch über Canetti äußert. Der Text der Aufzeichnungen selbst besteht sowohl aus "philosophischen Erwägungen" und Zeitkritischem als auch "sehr persönlichen Botschaften". Was die Sprecher und der Jazzkomponist Nik Bärtsch aus ihrer Vorlage gemacht haben, nämlich eine "kleine Sprechoper", das findet der Rezensent "wohlgelungen".

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