Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Dissertation. In Russland wird der Warschauer Pakt bis heute als das Spiegelbild der NATO angesehen. Aus westlicher Sicht waren beide zwar Militärbündnisse, aber in ihrer Ausrichtung, Strukturierung und Zielsetzung sehr verschieden. Die vorliegende Studie untersucht als erste Gesamtdarstellung nach 1991 die Entwicklung des Warschauer Paktes von seinen Anfängen bis zum Zerfall primär aus der Perspektive Moskaus und des sowjetischen Generalstabs. Sie analysiert dabei einerseits die politischen Entwicklungen, auch im Bereich der Innenpolitik (insbesondere der Zivil-Militär-Beziehungen in der UdSSR), andererseits die militärischen Strukturen sowie die militärstrategischen Kriegsfallplanungen der UdSSR. Dabei steht die Frage, warum und wie es zum Zerfall des "roten Bündnisses" kommen konnte, im Mittelpunkt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2005
Beeindruckt zeigt sich Karl Wilhelm Fricke von Frank Umbachs "Mammutwerk" über den Warschauer Pakt. Detailliert zeichne der Autor die Geschichte des Bündnisses nach und räume mit manchem westlichen Fehl- und Vorurteil auf. Fricke unterstreicht, dass Umbach weitaus mehr als "nur" eine Historiographie bietet. Er stelle das komplexe Beziehungsgeflecht von Partei und Militär in der Sowjetunion von Chruschtschow bis Gorbatschow ebenso dar wie die Differenzen zwischen der Moskauer Politbürokratie und dem Militärestablishment und die Auseinandersetzungen im Kreml über die Aufrüstung der sowjetischen Streitkräfte mit Raketen-Kernwaffen bei gleichzeitiger Marginalisierung der konventionellen Streitkräfte. Zudem problematisiere er die Dominanz des sowjetischen Generalstabs auf die Sicherheitspolitik und das Entscheidungsmonopol gegenüber dem Oberkommando der Organisation. Einige kritische Worte kann der Rezensent dem Autor nicht ersparen. So findet er dessen Stil "passagenweise nur schwer verdaulich". Auch bedauert er, dass die Zitate aus englischsprachigen Quellen nicht ins Deutsche übersetzt wurden, und den allzu häufigen Gebrauch von Abkürzungen empfindet er als störend bei der Lektüre. Ungeachtet dessen lobt er Umbachs "kluges Buch" als "das Beste, was es derzeit zur Geschichte der Warschauervertragsorganisation gibt".
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








