Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank Umbach

Das rote Bündnis

Entwicklung und Zerfall des Warschauer Paktes 1955-1991

Cover: Das rote Bündnis

Ch. Links Verlag, Berlin 2005
ISBN-10 3861533626
ISBN-13 9783861533627
Gebunden, 701 Seiten, 34,90 EUR

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Klappentext

Dissertation. In Russland wird der Warschauer Pakt bis heute als das Spiegelbild der NATO angesehen. Aus westlicher Sicht waren beide zwar Militärbündnisse, aber in ihrer Ausrichtung, Strukturierung und Zielsetzung sehr verschieden. Die vorliegende Studie untersucht als erste Gesamtdarstellung nach 1991 die Entwicklung des Warschauer Paktes von seinen Anfängen bis zum Zerfall primär aus der Perspektive Moskaus und des sowjetischen Generalstabs. Sie analysiert dabei einerseits die politischen Entwicklungen, auch im Bereich der Innenpolitik (insbesondere der Zivil-Militär-Beziehungen in der UdSSR), andererseits die militärischen Strukturen sowie die militärstrategischen Kriegsfallplanungen der UdSSR. Dabei steht die Frage, warum und wie es zum Zerfall des "roten Bündnisses" kommen konnte, im Mittelpunkt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.2005

Beeindruckt zeigt sich Karl Wilhelm Fricke von Frank Umbachs "Mammutwerk" über den Warschauer Pakt. Detailliert zeichne der Autor die Geschichte des Bündnisses nach und räume mit manchem westlichen Fehl- und Vorurteil auf. Fricke unterstreicht, dass Umbach weitaus mehr als "nur" eine Historiographie bietet. Er stelle das komplexe Beziehungsgeflecht von Partei und Militär in der Sowjetunion von Chruschtschow bis Gorbatschow ebenso dar wie die Differenzen zwischen der Moskauer Politbürokratie und dem Militärestablishment und die Auseinandersetzungen im Kreml über die Aufrüstung der sowjetischen Streitkräfte mit Raketen-Kernwaffen bei gleichzeitiger Marginalisierung der konventionellen Streitkräfte. Zudem problematisiere er die Dominanz des sowjetischen Generalstabs auf die Sicherheitspolitik und das Entscheidungsmonopol gegenüber dem Oberkommando der Organisation. Einige kritische Worte kann der Rezensent dem Autor nicht ersparen. So findet er dessen Stil "passagenweise nur schwer verdaulich". Auch bedauert er, dass die Zitate aus englischsprachigen Quellen nicht ins Deutsche übersetzt wurden, und den allzu häufigen Gebrauch von Abkürzungen empfindet er als störend bei der Lektüre. Ungeachtet dessen lobt er Umbachs "kluges Buch" als "das Beste, was es derzeit zur Geschichte der Warschauervertragsorganisation gibt".

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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