Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Ein paar junge Leute machten sich anno 1750, um ihre Miete zu bezahlen, an eine bescheidene Arbeit: sie übersetzten ein simples Lexikon aus dem Englischen. Im Lauf der Zeit wuchs sich dieses Vorhaben zum größten verlegerischen Unternehmen des Jahrhunderts aus, zu einem Werk, das derart gefährlich und subversiv war, dass seinen Urhebern das Gefängnis, wenn nicht gar die Hinrichtung drohte. Die Zensur war ihnen ständig auf den Fersen, und der Papst belegte es mit dem Kirchenbann. Am Ende lagen 27 Bände mit 72.000 Artikeln, 16.500 Seiten, 2.900 Illustrationen und 17 Millionen Wörtern vor. Die Autoren der Encyclopedie zählten zu den größten Geistern ihrer Zeit. Neben den Herausgebern Diderot, d'Alembert und de Jaucourt waren Voltaire, Rousseau und hunderte von andern mit von der Partie.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.12.2005
Philipp Blom biete keine neuen Hintergrundsgeschichten und Erkenntnisse, so Rezensentin Sonja Asal, dafür aber eine "leichthändig" und zugleich "spannend" geschriebene Darstellung zur Entstehung der Großen Enzyklopädie. Die ursprünglich eigentlich ganz klein geplant gewesen sei, als nur zwei Bände umfassende Übersetzung eines englischen Lexikons. Der Autor, so Asal, erzähle die Geschichte der Enzyklopädie und damit der Aufklärung mit Fokus auf die hohen und niederen Motivationen von Einzelpersonen. Darüber gerate zwangsläufig der Blick auf "die Ideengeschichte" in den Hintergrund, beispielsweise das Denken von Jean-Jaques Rosseau. Seine Person tauche gleichwohl auf, jedoch als eine von vielen "schablonenhaft gezeichneten Gestalten". Dagegen gebe der Autor ein überaus "kunstvolles" Panorama der Stadt Paris. Als Orientierungshilfe für Schubladenliebhaber oder Bibliothekare beschreibt die Rezensentin Bloms Buch als "Synthese" von Biografie (Denis Diderot), Entstehungsgeschichte und Darstellung des Verlagswesens.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2005
Rezensentin Ursula Pia Jauch wirft zunächst die Frage in den Ring, ob die Geschichte der Enzyklopädie überhaupt noch einmal mit Gewinn erzählt werden könne, um sie dann mit ihrer Besprechung als einziges großes "Ja" zu beantworten. Denn Philip Blom bereichere die bereits immense Enzyklopädie des Wissens über die große Enzyklopädie um die "seelischen Narben" und kleinen Alltagsdetails derjenigen, die sie geschrieben hätten. So seien auch neue Gewichtungen entstanden wie bei der Frage nach der Freilassung Diderots. Nicht allein die bekannten wirtschaftspolitische Sachzwänge seien hier Ausschlag gebend gewesen, sondern auch, dass Diderot "schwach" und "geständig" geworden sei. Solche Details, berichtet die Rezensentin, machten aus Bloms Darstellung eine "Art Wissenschaftsroman". Schon im Untertitel hebe Blom außerdem den "verkanntesten Hauptlieferanten" Chevalier de Jaucourt hervor, der über siebzehntausend Artikel geschrieben habe, insbesondere den legendären über die Sklaverei. Nur manchmal, zückt die Rezensentin zuletzt doch den Kritikerstift, verliere sich Bloms "leicht und spannend" zu lesende Darstellung in "allzu sehr Bekanntem".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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