Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alois Reutterer

Die globale Verdummung

Zum Untergang verurteilt?

Cover: Die globale Verdummung

Springer Verlag, Wien und New York 2005
ISBN-10 3211236244
ISBN-13 9783211236246
Gebunden, 456 Seiten, 34,80 EUR

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Klappentext

Mit einer Zitatensammlung zum Thema Dummheit. Was ist Dummheit und warum tun auch kluge Menschen dumme Dinge? Die Ursachen liegen oft weniger im mangelnden Denkvermögen als vielmehr im emotionalen Bereich, manchmal wird Dummheit erst künstlich erzeugt. Oft aber nimmt Dummheit besonders erschreckende Formen an. Als solche "Reiche der Dummheit" werden unter anderem behandelt: Medien, Vorurteile, Moral, Spießbürgertum, Aggression, Krieg, Politik, Ökoproblematik, Illusionen, Ideologie, Religion, Aberglaube, Esoterik, Kreationismus, Astrologie, Ufologie, aber auch Wissenschaft und Philosophie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.07.2005

Der Autor sei ein pensionierter Gymnasiallehrer und sein Buch über die Dummheit wie ein Lehrbuch gesetzt und auch geschrieben, erklärt Rezensent Oliver Müller einige Hinter- und Vordergründe. Im Gegensatz zu diesem Auftreten von Buch und Autor schaffe dieser es jedoch nicht, der Dummheit begrifflich Herr zu werden und "schieße" sich mit vielen Pauschalisierungen und Denkschwächen "ins eigene Bein". Es reiche nicht, analysiert der Rezensent, nur "phänomenologisch" alles und jeden in einem großen "moralistischen Rundumschlag" als dumm zu benennen. Denn nur allzu oft steckten "Formen der Cleverness" drin, wo der Autor Dummheit draufschreibt. Für eine anthropologische Recherche der Dummheit benötige es mehr als nur eine einzige und noch dazu nicht begrifflich bestimmte Kategorie. Die Frauenfeindlichkeit eines Otto Weininger nur als "dumm" zu interpretieren, sei psychologisch wenig klug, und verquaste Heideggersätze lächerlich zu machen, erinnert den Rezensenten an die "ignorante Magd, die sich prächtig über den Philosophen Thales amüsierte, als dieser beim Blick auf das Himmelsgewölbe in einen Brunnen viel".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren