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Klappentext
Aus dem Dänischen von Kurt Krickler. Der dänische Arzt und SS-Sturmbannführer Carl Vrnet (1893-1965) implantierte im KZ BuchDer dänische Arzt und SS-Sturmbannführer Carl Vrnet (1893-1965) implantierte im KZ Buchenwald Häftlingen eine von ihm entwickelte künstliche Drüse. Diese sollte durch kontinuierliche Abgabe männlicher Hormone an den Organismus die homosexuellen Häftlinge zur Heterosexualität umstimmen. Mindestens zwei Gefangene starben an den Folgen des Eingriffs. Aufgrund umfangreicher Recherchen und anhand zum Teil zuvor nicht zugänglichen Archivmaterialien sowie Interviews mit drei von Vrnets Kindern und mit einer überlebenden Versuchsperson ist es den vier Autoren gelungen, eine NS-Biografie nachzuzeichnen, die einmal mehr das Prädikat Banalität des Bösen verdient, auf spannende Weise nachzuzeichnen. Sie geben dabei Einblicke nicht nur in das Funktionieren der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie, sondern auch in die die Situation Dänemarks während der deutschen Besatzungsjahre 1940-45. und deren Aufarbeitungenwald Häftlingen eine von ihm entwickelte künstliche Drüse. Diese sollte durch kontinuierliche Abgabe männlicher Hormone an den Organismus die homosexuellen Häftlinge zur Heterosexualität umstimmen. Mindestens zwei Gefangene starben an den Folgen des Eingriffs. Aufgrund umfangreicher Recherchen und anhand zum Teil zuvor nicht zugänglichen Archivmaterialien sowie Interviews mit drei von Vrnets Kindern und mit einer überlebenden Versuchsperson ist es den vier Autoren gelungen, eine NS-Biografie nachzuzeichnen, die einmal mehr das Prädikat Banalität des Bösen verdient, auf spannende Weise nachzuzeichnen. Sie geben dabei Einblicke nicht nur in das Funktionieren der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie, sondern auch in die die Situation Dänemarks während der deutschen Besatzungsjahre 1940-45. und deren Aufarbeitung
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.06.2005
Angetan zeigt sich Rezensent Jan Feddersen von dieser Biografie über den dänischen Mediziner Carl Vaernet, der als SS-Arzt im KZ Buchenwald Experimente an homosexuellen Häftlingen durchführte. Wie Feddersen berichtet, wollte Vaernet eine künstliche Drüse entwickeln, mit deren Hilfe homosexuellen Häftlingen die Neigung zum eigenen Geschlecht ausgetrieben werden sollte. Dabei habe Vaernet sein Tun als humanitär verstanden, denn ein Homosexueller könne kein Interesse daran haben, so zu bleiben, wie er ist. Allerdings starben die meisten seiner so genannten Patienten bei den Experimenten. Feddersen lobt die "exzellente Übersetzung" aus dem Dänischen. Deutlich werde zudem, dass Vaernet keineswegs ein mörderischer Schlachter gewesen sei. Vielmehr sei er ein Wissenschaftler "im Geiste einer damals für moralisch legitim gehaltenen Disziplin" gewesen, in der die Optimierung des Menschen angestrebt wurde, entgegen aller charakterlichen, geistigen und körperlichen Disposition.
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