Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Diese Gedichte "strudeln", "entstieben", sie dringen unter die Haut, reichen bis tief in die Lungenspitzen, lösen die Zunge. Der Sprachsog von Anja Utlers lyrischen Verflechtungen zieht uns hinein ins Wechselspiel jener ungeschiedenen, vorbewussten Ganzheit, wo Innen und Außen, Körperliches und Naturhaftes in- und auseinander fließen. Ganz dem Augenblick verpflichtet, rühren sie an jenen Grund, wo das Sprechen beginnt, wo das Fühlen, das Denken sich sammelt und umschlägt, aus dem Körper bricht, eher noch Atemgeräusch denn gestalteter Laut. Und zischelnd, knackend, murmelnd blitzt aus dem sich reibenden, klingenden In-, Mit- und Gegeneinander die anarchisch-lebendige Welt hervor - ungeschaut, geheimnisvoll.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2005
Man merkt Jörg Drews' Rezension an, dass sie in der Auseinandersetzung mit dem entstanden ist, was an den Gedichten von Anja Utler sperrig und befremdend erscheint: Ihre Abstraktheit, nein, ihre Konkretheit. Die Verwechslung passiert, weil Utler dort ansetzt, "wo Artikulation als physisch-expressiver Vorgang beginnt" und zugleich schon etwas bezeichnet wird. Und so sind, schreibt Drews, fast alle Gedichte "Zwischenstücke, sind Abschnitte, Übergänge, Phasen in Verläufen" - nicht "wohllautend", aber "rauh", "gliederlösend" und "zärtlich". Sie greifen Mythen auf, ohne zu "Bildungspoesie" zu gerinnen, sind ganz "in den Konvulsionen des Leidens drin". Dazu kommen die "sprachrhythmischen Künste" der Dichterin, die Drews gern noch ausführlicher gelobt hätte. Fazit: "Alles sehr aufregend und bemerkenswert."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2005
Als kleines, epochales Meisterwerk feiert Rezensent Thomas Poiss Anja Utlers Lyrikdebüt. Dabei faszinieren den Rezensenten darin behandelte "Tücken und Freuden" der Artikulation ebenso, wie die souveräne Aneignung antiker Mythen durch die 1973 geborene Dichterin. Die unmittelbare Sprachgewalt der Autorin erreicht in diesem - auch buchtechnisch perfekt gestalteten - Buch mit einer Marina Zwetajewa gewidmeten Gedichtfolge für Poiss ihre höchste Höhe.
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23.08.2010: Frauen sollten wieder zurück zu Heim und Herd. Diesmal nicht, um den Mann zu umsorgen, sondern das Kind. Unter dem Banner der Natürlichkeit werden die Ansprüche an die gute Mutter so in die Höhe geschraubt, dass Frauen ihre Freiheiten wieder zu verlieren drohen, fürchtet Elisabeth Badinter. Lesen Sie hier einen Auszug aus ihrem neuen Buch "Der Konflikt".
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Maria Sonia Cristoff: Patagonische Gespenster
19.08.2010: Die argentinische Journalistin Maria Sonia Cristoff bereist Patagonien und berichtet von den Menschen, die es dorthin verschlagen hat, in diese gottverlassenen Landschaften am anderen Ende der Welt. Lesen Sie hier einen Auszug aus: "Patagonische Gespenster". Mehr lesen





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