Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2005
Ein vielfach Unbehauster ist der tschechische Dichter Ludvik Kundera. 1943 geriet er als Zwangsarbeiter nach Deutschland und in der Tschechoslowakei wurde er 1968 zur persona non grata. Dieses Schicksal ist, so die Rezensentin Christiane Zintzen, seinen Gedichten abzulesen. Nicht als Flucht-, sondern als Gegenbewegung der Fantasie entwerfe der Dichter ferne Schauplätze, das antike Rom oder auch das Lissabon des Autors Fernando Pessoa. In seinen Texten erweist er sich, so Zintzen, als ein "Dichter von Stille und Aufruhr, Empfangen und Geben".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…