Aus dem Englischen von Lars Vollert. Der Band enthält die Poetik-Vorlesung, die E. E. Cummings 1952/53 in Harvard gehalten hat: seine existentielle und poetische Biographie und damit der Entwurf eines Selbst-Bewusstseins von Individuen inmitten der "mostpeople"-Welt, in Paralleldruck mit der Übersetzung von Lars Vollert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.05.2005
Der Rezensent Jürgen Brocan zählt E.E. Cummings Harvard-Vorlesungen vom Winter 1952/53 zu dessen wichtigsten Selbstzeugnissen. In sechs Vorträgen entwerfe Cummings ein autobiografisches Porträt, aus der sich sein poetologisches Programm - welches vorzustellen er ja ursprünglich angetreten war - nicht sofort erschließe, konstatiert Brocan. Erst allmählich kristallisiere sich aus Cummings Lebensschilderung eine "Polarität von Individuum und 'Meisteleute'-Welt" heraus, sein ausgeprägter Subjektivismus, seine fortschritssablehnende und romantisierende Weltsicht, sein das Rätsel- und Wunderbare am Leben affimierender Humanismus. Aus diesen Haltungen, so der Rezensent, speise sich auch die Dichtung Cummings. Die in den Vorlesungen praktizierte "biografische Selbsterkundung" sei demnach, soweit wir Brocan richtig verstehen, Cummings' Methode bei der Suche nach dem "anderen Selbst , dem Selbst der Prosa und der Poesie", die im Zentrum der Vortragsreihe stehe. Zu erwähnen bleibt, dass an Lars Vollert ein besondere Lob für seine "nahezu perfekte deutsche Fassung" geht.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…