Aus dem Englischen von Karl Heinz Siber. Flapans Buch bietet historische und politische Enthüllungen, die die Geschichte Israels seit 1948 in einem neuen Licht erscheinen lassen, indem sie die offizielle Geschichtsschreibung in großen Teilen als israelische Propaganda entlarven. Damit wird es möglich, den arabischisraelischen Konflikt besser zu verstehen und eine realistischere und humanere Lösung als die seit vielen Jahren versuchte militärische ins Auge zu fassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2006
An der von Simcha Flapan schon 1987 veröffentlichten Widerlegung von sieben Gründungsmythen Israels hat Heiko Flottau offenbar nichts auszusetzen, weder fachlich noch stilistisch. Deshalb konzentriert er sich ausschließlich auf den Inhalt und erläutert alle sieben Mythen, vom UN-Teilungsbeschluss 1947 bis zur Friedfertigkeit der zionistischen Führer. D'accord geht er allem Anschein nach auch mit Flapans Diktum, dass der andauernde Konflikt nur mit bedingungsloser historischer Ehrlichkeit entschärfen werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.05.2005
Erfreut zeigt sich Rezensent Ludwig Watzal darüber, dass Simcha Flapans Buch über die "Geburt Israels" nun wieder in einer deutschsprachigen Ausgabe zu haben ist. Watzal hebt das Buch in den Rang eines "Klassiker", da es seiner Meinung nach den Hintergründen des Nahostkonfliktes so nahe komme wie kaum eine andere Publikation. Dem Autor geht es seiner Darstellung zufolge darum, die Geburtsmythen des Staates Israel zu entzaubern. Wie Watzal berichtet, kritisiert Flapan insbesondere die unaufrichtige Politik David Ben Gurions, der zu keinem Zeitpunkt zu einem Kompromiss mit den Palästinensern bereit gewesen sei. "Dieses Buch kann man nicht adäquat würdigen", resümiert der Rezensent, "man muss es lesen, um seine Bedeutung und Brisanz zu begreifen."
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