Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Andreas Thalmayr
Heraus mit der Sprache
Ein bisschen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizer und andere Aus- und Inländer
Klappentext
Die Sprache ist die schönste und folgenreichste Erfindung des Menschen, und sie ist wie er: nie ganz greifbar. Mit keiner Logik, keiner Sprachwissenschaft ist ihr endgültig beizukommen. Macht nichts, meint Andreas Thalmayr: um so entspannter dürfen wir ihre Geheimnisse bestaunen und bewundern. Er geht, als Liebhaber der Sprache, ihren Rätseln und Wundern nach - ein abwechslungsreicher Spaziergang durch das Dickicht der Dialekte, das Labyrinth des Satzbaus bis hin zum Halbdunkel der Flüche.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.08.2005
Bestens unterhalten hat sich Rezensentin Sabine Franke bei der Lektüre von Andreas Thalmayrs Buchs über die deutschen Sprache. Sie lobt nicht nur die kurzweilige Darbietung zahlreicher Kuriositäten der deutschen Sprache, sondern auch die anschauliche Darstellung komplizierter Grundideen der Linguistik. So preist sie das Buch geradezu als "lustmachende Einführung in das Studium der Linguistik" an. Wegen Rechtschreibreform und Denglish-Panik wolle sich der Autor sich nicht ereifern. Im Gegenteil: demonstrativ mime er den Gelassenen. Eine Gelassenheit, die er nach Ansicht Frankes freilich nicht durchhalten kann. So tadelt sie Thalmayrs Duden-Schelte ("Mannheimer Germanistenstadel") als "wohlfeil" und seine Kritik an schlechten Methoden im Sprachunterricht als "recht platitüdenhaft". Auch hält sie ihm vor, sich, wenn es zu kompliziert wird, mit einem Witz aus der Affäre zu ziehen und das Thema zu wechseln. Aus manchen Bemerkungen Thalmayrs hört sie die "Arroganz des Könners" sprechen. Kein Wunder, schließlich verbirgt sich hinter dem Pseudonym der Dichter Hans Magnus Enzensberger. Trotzdem hält sie "Heraus mit der Sprache" für ein "nettes Buch". Thalmayr ergötze sich an der unberechenbaren Vielgestalt der Sprache und möchte auch den Leser für diese Liebhaberei gewinnen.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.05.2005
Andreas Thalmayr alias Hans Magnus Enzensberger begibt sich in "Heraus mit der Sprache" auf einen 'längeren Spaziergang' durch die deutsche (Prosa-)Sprache, auf den ihn der Rezensent Johan Schloemann einigermassen unbeeindruckt begleitet. Enzensberger schreibe über Eigenheiten und Phänomene des Deutschen, mitunter "leichtfüßig", häufiger aber "redundant und banal" und obenderein "nicht recht präzise", wie Schloemann bemerkt. Verwundert nimmt der Rezensent ferner zur Kenntnis, dass der Schreibstil des Verfassers einerseits bewusst auf sprachwissenschaftliche Standards verzichte, auf der anderen Seite jedoch Beispiele aus der Lutherbibel unkommentiert in der Schreibweise des 16. Jahrhunderts bemühe. Und trotz der gelegentlich scharfen Geschütze, wie sie Enzensberger beispielsweise gegen die Rechtschreibreform auffahre, handele es sich insgesamt um ein "harmloses" Buch.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Peter Nadas: Parallelgeschichten
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging ...
Klaus-Michael Bogdal: Europa erfindet die Zigeuner
Geborene Diebe und Lügner, Gefährten des Satans, Waldmenschen, unzähmbare Wilde, eine Bande von ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








