Wie normal ist Antisemitismus hierzulande? Beobachtungen, Analysen und Perspektiven: Ein brisanter Bericht aus dem Inneren unseres Landes.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2005
Martin Forberg bespricht mehrere Bücher zum Thema Antisemitismus in Europa und in islamischen Ländern. Knapp wendet er sich dem Buch von taz-Redakteur Philipp Gessler zu, mit dem er nicht recht zufrieden ist. Gessler stellt drei Ausformungen von Antisemitismus vor, einen "rechten", einen "muslimischen" und einen "linken", und arbeitet Übereinstimmungen zwischen ihnen heraus, fasst der Rezensent zusammen. So kann er in den verschiedenen Formen des Antisemitismus beispielsweise gleichermaßen "Schlussstrich"-Mentalität und "Verschwörungstheorien" nachweisen. "Unbefriedigend" jedoch erscheint Forberg die Darstellung des muslimischen Antisemitismus, und die Hinweise des Autors auf antijüdische Tendenzen im Koran und im Neuen Testament, von denen er "negative Beeinflussung" ausgehen sieht, greifen nach Ansicht des Rezensenten zu kurz.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…