Preis für beide Bände bei Abnahme des Gesamtwerks. Antonio Pisano, genannt Pisanello (um 1393-1455), war einer der angesehensten und begehrtesten Künstler seiner Generation. Seine poetische, lyrisch- zarte Malerei fand, im Gegensatz zu Masaccios kraftvoller neuer Bildsprache, schon zu Lebzeiten Pisanellos im Schrifttum der Dichter und Humanisten eine geradezu hymnische Verherrlichung. Die Vielfalt und Größe der zeichnerischen Hinterlassenschaft Pisanellos war nicht das Lebenswerk eines Einzelnen, sondern das Ergebnis einer Künstlergemeinschaft, weshalb die Abgrenzung der eigenhändigen von den Schulzeichnungen das zentrale Problem der Zeichnungsforschung geblieben ist. Das Taccuino di viaggio, eine auf Reisen entstandene Muster- und Vorratssammlung gehört zu den wesentlichen Zeugnissen enger Verflechtung Pisanellos und seiner Werkstatt und ist der eindrucksvollste Beleg für Pisanellos erzieherische Ausstrahlung auf seine Schüler und Mitarbeiter. Zum Taccuino di viaggio zählen 51 Pergamentblätter. Die Blätter sind auf mehrere Sammlungen - von Bayonne bis Wien - verstreut. Sie werden erstmals vollständig und in gut lesbaren Reproduktionen publiziert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.05.2005
Als "wissenschaftliches Schlüsselwerk" über einen "bedeutenden Komplex der italienischen Kunstgeschichte" würdigt Gottfried Knapp diesen "glänzend bebilderten" Doppelband der Reihe "Corpus der italienischen Zeichnungen", in dem Bernhard Degenhart und Annegrit Schmitt Pisanellos zeichnerisches Werk vorstellen. Dieses findet Knapp äußerst eindrucksvoll. Geradezu schwärmerisch äußert sich Knapp über Pisanellos Stil, "die lyrisch zarten szenischen Erfindungen, die verblüffend realistischen Natur- und Umweltbeobachtungen, die gestischen Extravaganzen und die Zitate nach der Antike". Ein großes Lob spricht er den Pisanello-Spezialisten Degenhart und Schmitt aus, die die Zeichnungen deuten und in ihre zeitgeschichtlichen und motivischen Kontexte stellen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…