Frey zeigt, wie man Figuren schafft, die klug und einfallsreich sind, eigenwillig und entschlossen. Er zeigt, wir man einen komplexen und glaubwürdigen Plot entwickelt, einen Plot voller Geheimnisse, Bedrohung, Spannung und starkem Konflikt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2005
Andreas Rosenfelder bedient sich für seine Rezension von James N. Freys Anleitung "Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt" selbst des Hard-boiled-Genres. Er imaginiert den Autor als unrasiertem Detektiv mit Füßen auf dem Tisch, Whiskyflasche in der Schublade und Beretta im Holster, der einer verzweifelten Kundin mal eben erklärt, wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt. "Hemdsärmlig, aber nicht unwitzig", befindet Rosenfelder, den es nicht stört, dass "intellektuelle Snobs" bei dem handfesten Autor nur Verachtung ernten. Wichtig scheint beim Abfassen eines Kriminalromans vor allem zu sein, dass der Autor sich seinen "dunklen Phantasien" stellt. Außerdem muss er seinen Helden auf eine "mythische Reise" schicken. Dieser steht zunächst außerhalb der Gesellschaft, begegnet dann archetypischem Personal mit Titeln wie "Torwächter" und "Waffenmeister", es folgen ein symbolischer Tod und die Wiedergeburt, gekrönt von der Enttarnung des Täters. Und noch eine gute Nachricht: ein bis zwei Metaphern pro Seite sind offenbar okay.
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