Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Wie entstehen Gedichte? Acht Lyriker spürten im März 2003 auf Schloss Elmau dieser Frage nach. In "Die Hölderlin-Ameisen" sind fünfunddreißig Autoren versammelt, die den Entstehungsprozess ihrer Gedichte durch Materialien und Kommentare sichtbar werden lassen. "Die Hölderlin-Ameisen" schickt den Leser auf eine Entdeckungsreise durch die Vielfältigkeit der Gegenwartslyrik - er kann Gemeinsamkeiten oder Widersprüche entdecken, Bedeutungen erproben und dabei der Frage näher kommen, ob das Gedicht Handwerk ist und ob die erste Hand weiß, was die letzte tun wird. Was darf der Lyriker seinem Material antun? Es für brauchbar erklären, Fett absaugen, die Schädeldecke öffnen, ein Ohr annähen, wo die Nase sitzt?
Rezension Perlentaucher
Eine vergleichbare Anthologie kenne ich nicht. Der Lyriker Manfred Enzensperger ist der Herausgeber. Er arbeitet in der Gymnasiallehrerausbildung in Leverkusen. In diesem Buch stellen 36 deutschsprachige Autoren ein Gedicht, das Material, aus dem es entstand, und einen Kommentar zu beidem dem Publikum zur Verfügung. Bei Joachim Sartorius stehen am Anfang drei Fotos aus Samarkand. Auf einem sind Lilia Brik und Majakowski zu sehen, dann folgt das Gedicht, das die Dichter bedichtet, und danach erzählt Sartorius, wie er auf die Fotografie stieß und gleich im Zug mit dem Foto daneben sein Gedicht begann: "Was mir nie zuvor und auch seither nicht mehr passierte." Nicht alle Autoren halten sich genau an Enzenspergers Vorgaben...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 03.09.2005
Der vorliegende Sammelband, weiß Rezensent Nikolai Kobus, geht auf eine Lyriktagung zum Thema "Finden und Erfinden der Poesie" hervor, die Manfred Enzensperger 2003 auf Schloss Elmau organisierte. Auf die rätselbehaftete "und stets eine seltsame Faszination ausübende" Frage nach der Entstehung von Lyrik antworten die 36 geladenen Lyriker zwar nicht auf abschließende, dafür aber auf sehr individuelle, ja sogar individualistische Art und Weise, so wie es sich eben für Lyriker gehört. Neben angenehmen "Werkstattberichten" hat der Rezensent allerdings auch unangenehme, weil wichtigtuerische und oft der "blanken Selbstdarstellung" verfallende "poetologische Manifeste" vorgefunden, die noch das Fadste selbstgefällig aufbauschen. Wunderbar fand der Rezensent dagegen Marcel Beyers "informative" und "schlichte Materialliste" zu seiner Serie "Don Cosmic", Ulf Stolterfohts "nüchterne und ehrliche" Art über seine "para-dichtung" zu schreiben und nicht zuletzt das uneitle Gedichtproduktions-Protokoll der Elke Erb: "Tja. Es wird wieder nichts."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.04.2005
Für Andreas Dorschel stellt dieser Band, in dem 36 Lyriker dazu aufgefordert waren, die Entstehung eines ihrer Gedichte zu erklären, einen lohnenswerten "Versuch" dar. Sehr unterschiedlich sind seiner Ansicht nach die Ergebnisse ausgefallen. So lobt er Silke Scheuermanns Kommentar zu ihrem Gedicht als "essayistisches Meisterstück", hat aber auch einige, nicht näher benannte, "unbeholfene Gestikulationen" gefunden. Insgesamt könne man feststellen, dass die Kommentare desto erhellender seien, je "unpersönlicher, welt- oder textbezogener" sie ausfielen, konstatiert Dorschel, der deshalb die "unüberbietbare Sachlichkeit" bei Friederike Mayröcker schätzt. Amüsiert haben ihn die Versuche, die sich dem "Konzept verweigert" haben, wie der Text von Gerhard Falkner, der erst eine "vorbildlich gebildete Lügengeschichte auftischt" und sie dann selbst entlarvt oder Kurt Drawerts "Parodie wissenschaftlicher Analyse".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







