Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Olaf Breidbach

Bilder des Wissens

Zur Kulturgeschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmung

Cover: Bilder des Wissens

Wilhelm Fink Verlag, München 2005
ISBN-10 3770540875
ISBN-13 9783770540877
Gebunden, 196 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Die Geschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmungen zeigt uns wie die Wissenschaften in unsere Kultur eingebunden sind. Sehen ist nicht einfach die Wahrnehmung dessen, was da ist. Die Objektivität der Naturwissenschaften gründet zwar darauf, dass es jemanden gibt, der zuschaut. Aber die Wahrheiten werden nicht einfach durch wahrnehmen gefunden. Bilder des Wissens sucht den Raum abzuschreiten, den diese Fragen eröffnen. Das Buch fragt, wie wir uns dieser naturwissenschaftlichen Erfahrung sicher sein können. Dabei findet es die Antwort in der Geschichte, die zeigt, wie sich die Welt-Bilder der Wissenschaften entwickelt haben. Ausgehend von der Antike werden die wesentlichen Phasen in der Entwicklung der wissenschaftlichen Beobachtungen skizziert. Breidbach diskutiert das Verhältnis von Erfahrung, Beobachtung und Experiment und erläutert die Genese der wissenschaftlichen Bildwelten. Dabei zeigt er auf, wo in den Beobachtungen der Wissenschaft neue Facetten einer Wahrnehmungskultur dieser Wissenschaften erwuchsen und wie sie zu bewerten sind.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.04.2005

Peter Geimer hat Olaf Breidbachs Studie über Bilder, die unter wissenschaftlicher Beobachtung entstehen, mit großem Interesse gelesen, aber ganz zufrieden ist er nicht. Der Autor vertritt darin die These, dass es einen objektiven Blick auch in der Wissenschaft nicht geben kann, vielmehr die Bilder, die aus der Beobachtung resultieren, immer schon durch kulturelle Voraussetzungen beeinflusst werden, erklärt der Rezensent. Zudem zerstören die technischen Geräte, die dem Wissenschaftler erst das Sehen ermöglichen, nicht selten das Objekt ihrer Untersuchung, wie der Autor "sehr eindrücklich" anhand des Elektronenmikroskops demonstriert. Dem Rezensent wäre es allerdings lieber gewesen, wenn Breidbach sich auf einige Beispiele beschränkt hätte, anstatt zahlreiche Abbildungen von verschiedensten Fachrichtungen unter die Lupe zu nehmen. Zudem hat der Autor auch den zeitlichen Rahmen seiner Studie weit gesteckt und untersucht Bilder von Aristoteles bis in die Gegenwart, was einfach "zu viel" ist, moniert Geimer. Auch der "philosophische Überbau", mit dem den "zerbrechlichen Objekten des Labors" zuleibe gerückt werden, scheint dem Rezensenten nicht immer dienlich und so kann er mit dem "freischwebenden Räsonieren" des letzten Kapitels nicht viel anfangen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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