Aus nur anderthalb Kilo Menschenhirn gehen komplexe Gedanken hervor. Der Mensch denkt, fühlt, liebt, und das - so glauben wir - zeichnet ihn aus. Doch kann es auch Maschinen mit Emotionen geben? Oder sind sie nur seelenlose Apparate, die ein Programm abspulen? In seinem neuen Buch geht Bas Haring der Frage nach, worin genau der Unterschied zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz besteht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2005
Mit der Zeit will Rezensent Oliver Müller nicht weiter den Trottel, die "Rolle des didaktisierten Dummerchens" spielen, wie er notiert. Bas Haring hat bereits ein Kinderbuch über die Evolution geschrieben. Dieses "infantil-wissenschaftliche" Spiel muss ihm viel Spaß bereitet haben, vermutet Müller, so dass er die Rolle nicht aufgeben und sein Spiel der "intellektuellen Entmündigung" - denn darauf läuft es für Müller hinaus - auch mit erwachsenen Lesern weitertreiben wolle. Zunächst mal kann das durchaus Spaß machen: die Beispiele, die Haring anführt, lobt der Rezensent als "anschaulich" und alltagsnah, die Bildunterschriften als "Ironisch-witzig". Aber Müller ist das philosophisch zu wenig, der Verfasser mache es sich "etwas zu einfach", kritisiert er. Denn hinter Harings Witzeleien verstecken sich knallharte philosophische Thesen, so Müller, die Themen wie den freien Willen oder Fragen, ob Maschinen denken können, auf betont pragmatische Weise abhandelten. Haring sei ein Radikalpragmatiker, behauptet der Rezensent, dem ein Begriff nur als "äußerst praktischer Gedanke" einleuchten wolle. Das ist ihm zu praktisch gedacht.
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…