Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Sie haben Erstaunliches geleistet, die Jahrgänge 1940-1950: Sie haben ihren vom Krieg gebeutelten Eltern die Rente finanziert, haben der Bundesrepublik und sich selbst einen beträchtlichen Wohlstand erarbeitet, haben viele Kinder großgezogen und werden ihnen enorme Reichtümer vererben. Was war das Besondere an dieser "Generation Käfer"? Hatten sie einfach nur Glück, weil sie in das Wirtschaftswunder hineinwuchsen? Oder haben sie auch mehr getan und weniger gejammert? Und lieber selbst angepackt, als sich auf andere zu verlassen? Jürgen Brater porträtiert das Leben jener Jahrgänge, die den Krieg nicht mehr bewusst erlebt haben, denen aber außer dem Frieden kaum je etwas in den Schoß fiel und die für ihr ganzes Leben begriffen haben: Wenn ich mir etwas leisten will, muss ich dafür zuerst etwas leisten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.04.2005
Durchwachsen findet Thomas Thiemeyer dieses Generationenporträt der Nachkriegskinder, dem Jürgen Braters in Anspielung an "Generation Golf" den Titel "Generation Käfer" gegeben hat. An den anekdotenhaften Erinnerungen stören Thiemeyer nicht nur die Einseitigkeit, mit der Brater seine Generation für ihre Leistungen preist, und in einen positiven Gegensatz zu nachfolgenden Generationen setzt, sondern auch der dominierende nostalgischer Grundton: "Was waren das noch für Zeiten", lautet der Refrain der ersten hundert Seiten, hält Thiemeyer genervt fest. Auf der anderen Seite will er die Stärken des Buches nicht verschweigen, die er etwa in den "gefällig erzählten" Geschichten über erste Kontaktaufnahmen mit Mädchen erblickt. Er attestiert dem Autor die Fähigkeit, "detailliert, klar und zuweilen ironisch" zu beschreiben. Allerdings bleibe das Buch weitgehend ein Porträt für die Porträtierten, dessen Komik sich nur denen, die dabei waren, wirklich erschließen dürfte. Richtig interessant wird das Buch für Thiemeyer erst, wenn Brater von seiner eigenen Jugend berichtet. Hier nämlich bringe er dem Leser "die Aufbaujahre der Bundesrepublik so nahe, als wären sie gerade erst vergangen".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








