Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Das Dorf Ducherow - zehn Kilometer südlich von Anklam, 50 Kilometer nordwestlich von Stettin. Von 1931 bis 1951 hatten dort Ernst und Maria Meinhof die Pfarrstelle inne. Nachdem ihre sechs Söhne in den Krieg gezogen waren, begann Maria Meinhof im April 1945 Tagebuch zu führen, um für ihre Kinder aufzuschreiben, was im Haus und im Dorf geschah, während sie an der Front waren. Knapp 58 Jahre später entdeckt ihre Enkeltochter Renate Meinhof, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, diese Aufzeichnungen im Hause ihres Vaters wieder. Sie liest dieses "Tagebuch aus schwerer Zeit", wie Maria Meinhof es genannt hat, das in großer Nüchternheit davon berichtet, wie Hitlers Verbrechen auf die Deutschen zurückschlugen und die Rote Armee den Ducherowern Schrecken brachte, den sie nie vergaßen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.03.2005
"Solch ein Buch kann man nicht vergessen", glaubt Ulrich Wickert. Das liege zu gleichen Teilen an der Verfasserin Maria Meinhof wie an ihrer Enkelin Renate Meinhof, die das Tagebuchmanuskript um eigenen Recherchen und Schilderungen erweitert. In "alltäglichem Ton" beschreibt Erstere, wie im Frühling 1945 der Krieg in ihr Dorf Ducherow kommt, erst in Gestalt fliehender deutscher Soldaten, dann mit den russischen Besatzern. Wickert beeindruckt die Art, wie Meinhof dabei auf dem Boden bleibe, "keine großen Gefühle, keinen Schmerz und erst recht keinen Hass" zulasse. Mit "außerordentlichem Feingefühl und ungewöhnlichem literarischen Talent" ergänze Renate Meinhof die Aufzeichnungen ihrer Großmutter mit den eigenen Reportagen und Recherchen und erschaffe so ein "Gemälde a la Hieronymus Bosch aus den Tagen des Untergangs". Zudem hilft der Band dem Rezensenten, zwei deutsche Nachkriegsphänomen zu verstehen: warum sich zwischen sowjetischen Soldaten und DDR-Bürgern nie Freundschaften entwickelt haben und warum die Befragung der Tätergeneration im Westen mit so viel Dringlichkeit geführt wurde.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







