Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Birgitt Kollmann. Du bist stark. Du kannst Dich wehren! Das weiß Franky seit sie auf einer Party die hartnäckigen Annäherungsversuche eines älteren Jungen abgewehrt hat. Sie besitzt die Stärke ihres Vaters, eines berühmten TV-Sportjournalisten. So erfolgreich und beliebt wäre Franky auch gerne. Von ihrer ängstlichen Mutter Krista, die sich immer mehr von der Familie zurückzieht, entfremdet sie sich zunehmend. Bis Krista vermisst wird, und Franky erste Zweifel kommen, wer dagür verantwortlich ist. Als sie das Tagebuch der Mutter findet, erkennt Franky, wie lange sie die Bedrohung durch ihren Vater ignoriert hat. Jetzt musss sie einer Wahrheit ins Auge blicken, die ihr Leben verändern wird.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2005
Siggi Seuss ist sich sicher: "Das ist gute Literatur". Ein landesweit populärer Sportreporter tyrannisiert seine Familie, will sie zum Abbild eines normativen Glücksideals trimmen. Dem jedoch widersetzt sich der Freiheitsdrang seiner Frau. Das ist die Grundkonstellation von Joyce Carol Oates' Jugendroman "Mit offenen Augen". Die Erzählerin der Geschichte ist 15 Jahre alt. In ihr gibt es eine Instanz, die Seuss als "Kämpferstimme" bezeichnet, "Freaky Green Eyes". Freaky regt sich zum ersten Mal, als jemand versucht, die Erzählerin, Franky, zu vergewaltigen. Was Freaky, die Stimme des Protests, will, ist ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Nirgendwo, rühmt Seuss, wird die Konstruktion des Romans sichtbar, und gebannt hat der Rezensent verfolgt, wie "die Fassaden der Wohlanständigkeit bröckeln, stürzen".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.03.2005
Die "Verpflichtung", die Joyce Carol Oates ihren jungen Lesern gegenüber empfindet, ist auch in ihrem zweiten Jugendbuch deutlich zu spüren, findet Rezensentin Isabelle Erler. Die Autorin zeige darin wieder einmal, dass es durchaus Wege gibt, die aus den "Abgründen" des Lebens "wegführen", diese allerdings keineswegs "geradlinig und schmerzfrei" sein müssten. Einen solchen Ausweg findet die Protagonistin im aktuellen Buch, die aus einer nur vordergründig heilen Familie stammt. Doch ein herrschsüchtiger Vater, der erst die Frau, dann die Kinder immer stärker unter Druck setzt, eine versuchte Vergewaltigung und eine eingeschüchterte Mutter stören das Idyll. Von der "sehr amerikanischen Welt" mit einem "gigantischen Medienkult", in der die Geschichte angesiedelt ist, sollte der Leser sich nach Ansicht der Rezensentin nicht stören lassen. Oates' Bilder seien dergestalt, dass sie "auch bei uns funktionieren" und dem Publikum die krankhafte Psyche eines Vaters verdeutlichen. Ein Buch, in dem eine "renommierte" Autorin wieder einmal erfolgreich "menschliche Abgründe" ins Visier nahm.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








