Warum sammelt man Bücher? Die Motive sind vielfältig, Hingabe aber ist immer dabei. Oft steht der passionierte Leser am Anfang, der seine Fundstücke um sich haben will. Auch das Vergnügen am schönen Buch, am alten Buch, an der Rarität, verführt zum Sammeln. Klaus Walther erzählt von der lebenslangen Passion, Bücher zu lesen und zu besitzen, von Antiquaren und Auktionen, von großen Sammlern und ihren Schätzen, von der Jagd nach Büchern, von der Sehnsucht nach einer unerhörten Entdeckung. Und von der ewigen Frage des Liebhabers: Wo finde ich noch einen Platz für meine Bücher?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2005
Thomas Meißner hat Klaus Walthers Ausführungen über seine Passion, "Bücher sammeln", zwar mit Interesse verfolgt, vermisst jedoch ein wenig den methodischen Tiefgang, die, wie er das nennt, "Profilierung mancher Gesichtspunkte". Er scheint aber doch auch zu akzeptieren, dass der Plauderton zur "Kleinen Philosophie der Passionen" dazu gehört. Sonst wäre es ja auch eine Große Philosophie - und nicht unbedingt der Leidenschaften. Ganz geheuer ist der Bibliophile dem Rezensenten aber trotzdem nicht. Leben die eigentlich ausschließlich in ihrer Privatbibliothek? Manchmal entsteht in ihm dieser Verdacht. Gleichwohl findet er das Feuer sympathisch, das die Büchersammler aufbringen für dieses brennbarste aller Medien. Und so stimmt er sowohl Klaus Walther als auch Johann Wolfgang von Goethe zu: "Sammler sind glückliche Menschen."
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