Das Verhältnis von Wahrheit und Lüge zählt seit jeher zu den bestimmenden Themen der Philosophie. Ist die Lüge moralisch erlaubt? Wann ist sie vielleicht sogar geboten? Das achte Philosophicum Lech ging den Spuren der Lüge in unserer Gesellschaft nach: von der Frage nach der Zulässigkeit der Lüge in der Politik über die Fakes und Fälschungen in Kunst und Wissenschaft bis hin zur Bedeutung der Wahrheitsfrage in den Medien.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.03.2005
Mit Konrad Paul Liessmann bewegt sich der mit "rox" zeichnende Rezensent auf den Spuren Nietzsches. Immerhin habe der Philosoph Liessmann, frei nach Nietzsches Feststellung, dass die Verstellung den Menschen weit mehr umtreibe als die Wahrheit, unter dem Motto "Der Wille zum Schein" im Rahmen des alljährlichen Lecher "Philosophicums" zur Diskussion geladen. Behandelt wurden dabei Fragen, deren Wirklichkeitsgehalt den Rezensent freudig überrascht hat, etwa nach der Moralität der Lüge, nach Lug und Trug in den Wissenschaften oder auch nach den Lügen schaffenden Medien. Kurz und gut: Der Rezensent empfiehlt die Lektüre dieses "anregenden Tagungsbandes".
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