Aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit. Virginia hat es wirklich nicht leicht. Alle aus ihrer Familie sehen umwerfend aus, sind erfolgreich, sportlich, überall beliebt und sprechen außerdem noch fließend französisch. Mit anderen Worten, sie sind einfach perfekt. Nur sie selbst fällt leider völlig aus dem Rahmen mit ihrem viel zu großen Hintern und ihrem viel zu kleinen Selbstbewusstsein. Doch als auf einmal der von ihr so sehr bewunderte, große Bruder vom College fliegt, erfährt Virginia, dass sich hinter einer perfekten Fassade auch dunkle Geheimnisse verbergen können. Erst stürzt eine Welt für sie ein, aber dann erkennt sie die Chancen dieser Veränderung. Und mit einem Flugticket in der Hand macht sie sich auf den Weg, auch sich selbst neu zu entdecken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2005
Wohltuend hebt sich dieses Buch in Catrin Kahlweits Augen vom Mainstream der Jugendliteratur ab, auch wenn es alles aufbietet, was in einen Teenager-Romane gehört: "Liebe, erster Flirt, Depressionen, Peer-Gruppen-Dramen, Zickenterror, Mode und Musik." Doch Carolyn Mackler gestaltet aus diesen Ingrediezien einen veritablen Entwicklungsroman, der an die Haut geht, versichert die Rezensentin. Im Mittelpunkt des Romans steht Virginia. Sie ist dick und uncool, also auch einsam und unglücklich. Ihr Bruder dagegen glänzt in allen Disziplinen, bis sein eigenes überhöhtes Selbstbewusstsein fatal mit ihm durchgeht. Virgina sagt sich los vom schönen Schein, färbt sich die Haare, lässt sich piercen und verwandelt sich von einem "pummligen, unglücklichen Etwas" in einen "immer noch pummeligen, selbstbewussten Punk". "Eine runde Sache", lobt Kahlweit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.03.2005
Jutta Stössinger hat Caroly Macklers Mädchenbuch, deren Heldin Virginia ein "dicker Teenager ist", gut gefallen. Virginia, die sich mit Diäten herumschlägt und sich in einen Mitschüler verliebt hat, ist zwar klug und schriftstellerisch talentiert, leidet aber unter dem Wegzug ihrer einzigen Freundin. Als Probleme mit ihrem Bruder aufkommen und dieser für ein Semester der Universität verwiesen wird, will sich Virginia nicht damit abfinden, dass Schwierigkeiten wieder mal "unter den Teppich gekehrt" werden, und interveniert am Ende erfolgreich. Für die Rezensentin liegt der "Charme" dieses Buches darin, dass sie dies mit so viel "Witz und Chuzpe" tut.
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