Herausgegeben von Franz C. Lipp, Elisabeth Längle, Gexi Tostmann und Fran hubmann. Jahrhundertelang war Tracht das, was man trug. Formenreichtum und Farbenvielfalt sind das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, unmittelbar gekoppelt mit der Fertigkeit des Menschen, die Materialien, die ihm jeweils zur Verfügung standen, zu behandeln und zu verarbeiten. Eine große Rolle spielten zu jeder Zeit die Gesellschaft, die Kleiderordnungen und die Mode: Die Tracht unterschied einen Stand vom anderen. Durch die Abgeschiedenheit der Talschaften und die geringe Mobilität der Menschen bildeten sich auch stark regionale Besonderheiten aus: Die Tracht zeigte an, woher man kam. Die sich verändernden Lebensumstände fanden Niederschlag in der Arbeitskleidung wie in der Festtracht. Die importierte Baumwolle und ihre maschinelle Verarbeitung bedeutete den Beginn der Vereinheitlichung, auch wenn die traditionellen Materialien Schafwolle, Loden und Leder weiter in Verwendung blieben.
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