Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2005
"Da ist ein Dichter zu entdecken", ruft Stefan Weider beglückt zu seiner Ode an den libanesichen Prosadichter Abbas Beydoun, "einen der besten, den die Araber haben". Weidner stellt uns Beydoun als einen zunächst marxistisch "träumenden Denker" vor, dem der fünfzehnjährige Bürgerkrieg in seinem Land alle Illusionen ausgetrieben hat und dem es als einem der wenigen gelungen ist, die Moderne, Postmoderne, und das klassische arabische Erbe zu verbinden. Eine Poesie voller Spott und Selbstironie, in der das Pathos nur in der "melancholischen Brechung eines Charlie Chaplin" auftauche, wie Weidner preist. Das vorliegende Bändchen ist in der Zeit entstanden, als Beydoun am Berliner Wissenschaftskolleg gastierte und in dem sich der entseelte Potsdamer Platz ebenso wiederfinden wie das jüdische Museum - auch das ist selten für einen arabischen Autor, betont Weidner, der allein an der etwas ungelenken Übersetzung etwas auszusetzen hat.
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