Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Georg Simmel

Georg Simmel: Gesamtausgabe in 24 Bänden. Band 17

Miszellen, Glossen, Stellungsnahmen, Umfrageantworten, Leserbriefe, Diskussionsbeiträge 1889-1918, Anonyme und pseudonyme Veröffentlichungen 1888-1920

Cover: Georg Simmel: Gesamtausgabe in 24 Bänden. Band 17

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3518579673
ISBN-13 9783518579671
Gebunden, 626 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Der neue Band der Gesamtausgabe enthält eine Vielzahl kleinerer Texte von Georg Simmel, die bisher kaum bekannt oder nur schwer zugänglich sind. Darunter sind Miszellen, Glossen und Stellungnahmen, aber auch überraschende politische Diskussionsbeiträge, Umfrageantworten und Leserbriefe. Dazu versammelt er pseudonyme und anonyme Veröffentlichungen, die in den unterschiedlichsten Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht wurden, sowie die nur mit Sigle gekennzeichneten Beiträge in der Münchner Wochenschrift Jugend aus den Jahren 1897 bis 1907. Etliche der Veröffentlichungen werden somit hier erstmals unter dem Namen Simmels abgedruckt. Die Schriften des Bandes umfassen das gesamte Spektrum von Simmels Theorie und widmen sich politischen wie psychologischen, philosophischen wie soziologischen und ästhetischen Fragen. Texte über Spiritismus finden sich hier ebenso wie "Reflexionen zur Prostitutionsfrage", Besprechungen von Ausstellungen und Büchern und großartige Feuilletons, wie "Rosen. Eine soziale Hypothese", "Jenseits der Schönheit" oder "Metaphysik der Faulheit".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2005

Christian Geyer ist geschockt. Georg Simmel, der formbewusste Philosoph, als Kriegstreiber? Der das große Ja zum Massensterben spricht? Noch bis 1918 im national-patriotischen Rausch zu den Fahnen rufend? So stellt er sich dar im 17. Band seiner Gesammelten Schriften. Wie kann das sein? Geyer deutet an, dass Simmel im Kriegsfuror die Chance sah, in ein Jenseits der Formen zu gelangen. Im Ersten Weltkrieg sah er eine "absolute Situation", das Ende der Verpflichtung zur Form. Der von den Rechten als "Relativist" Verhöhnte schrieb sich in absolutistische Emphase: "Denn endlich sind wir einmal in einer absoluten Situation, endlich fragen wir nicht mehr nach dem Preise und der Relativität seiner Abwägungen." Um sein Engagement für den Krieg auch philosophisch einleuchtend zu machen, griff der Lebensphilosoph auf Fichtes Unterscheidung von "empirischem Ich" und "reinem Ich" zurück. Eine Angleichung dieser beiden Entitäten gelingt, resümiert der Rezensent gallig, "im Opfertod für die Millionen-Idee". Ein anderer Simmel, einer, den man, so Geyer, "mit flackernden Augen" liest.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren