Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. Eine lange Nadel steckt in seinem Kopf: Es ist ein kühler, berechnender Mord, der an dem renommierten schwedischen Hirnforscher und Nobelpreiskandidaten verübt wird. Warum aber muß der fast Neunzigjährige auf so qualvolle Weise sterben. Und in welchem Zusammenhang steht sein Tod mit dem einer fürchterlich zugerichteten Leiche, die Paul Hjelm und sein Team im Stockholmer Freizeitpark Skansen entdecken? Es gibt nur eine Spur, die die Ermittler verfolgen können: Epivu. Dieses merkwürdige Wort hat der Tote von Skansen in die Erde gekratzt - und auch das andere Opfer schien diese Buchstaben gekannt zu haben. Eine komplexe Mordserie von internationalen Ausmaßen hält die Stockholmer Sonderermittler um Kerstin Holm und Paul Hjelm in Atem.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.02.2005
Einen "schwedischen Kriminalroman neuer Machart" erkennt Rezensent Thomas Steinfeld in Arne Dahls aktuellem Buch. Das Besondere liegt seiner Meinung nach nicht nur darin, dass der Protagonist bereits auf Seite zwölf niedergestreckt wird, sondern vor allem in der Brutalität des Mordes, in der Steinfeld ein Charakteristikum der skandinavischen Literatur sieht. Dahls Geschichte komme dementsprechend "wüst" daher; sei dabei aber "spannend" erzählt, geprägt von einer "literarische Sprache" und der "sorgfältigen Zeichnung des Personals". Menschenähnliche Züge der Übeltäter wird der Leser jedoch ebenso vermissen wie eine Vergeltung der Verbrechen, warnt Steinfeld und schließt daraus, dass sich in Dahls Roman ein "Überdruss am Rechtsstaat" formiert.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.02.2005
Katharina Granzin ist so begeistert von Arne Dahls Krimis, dass sie den Gedanken für verlockend hält, Schwedisch zu lernen, um nicht wie bisher je vier Jahre auf die deutsche Übersetzung warten zu müssen. Die Todesarten, die der Autor wähle, seien so dermaßen ausgefeilt, dass man anhand der Beschreibung meinen könnte, es handele sich um Splatterbücher, doch die Lektüre überzeuge einen davon, dass es sich um "die wohl intelligentesten und originellsten Krimis derzeit" handele. Zumal es Dahl gelinge, seinen neuen Krimi thematisch wie geographisch außergewöhnlich weit zu fassen und selbst die schwedische Verwicklung in die Naziverbrechen mit einzubeziehen, ohne dabei je ins Kolportagehafte abzugleiten. Trotz allem Außergewöhnlichen finde sich aber immer auch etwas Klassisches bei Arne Dahl, die Elemente nämlich eines handfesten Detektivromans, freut sich die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.02.2005
Tobias Gohlis hat in Stockholm eigens den jüdischen Friedhof aufgesucht, um sich einen Tatort von Arne Dahls neuem Krimi persönlich anzusehen. Im eisigen Winter Schwedens schauderte es ihn angeblich nicht so sehr wie bei der Lektüre. Ein wohliges Schaudern offenbar, denn Gohlis hält Dahls Buch wie die Krimireihe über die schwedische Sondereinheit "A Gruppe" überhaupt für einen "Gipfelpunkt europäischer Kriminalliteratur". Dahl mobilisiere die ältesten Rachegöttinnen der europäischen Literatur, um die Erinnerung an Schwedens Verbindung zum Nationalsozialismus und besonders den Schmerzversuchen mit KZ-Häftlingen wach zu halten. Das mache er "nachdenklich, moralisch bohrend, komplex und anspielungsreich, ohne besserwisserisch zu sein". Und als wäre das noch nicht genug, ist das Ganze auch noch "gewürzt mit einem feinen Humor".
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