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Potsdamer Platz
Soziologische Theorien zu einem Ort der Moderne
Klappentext
Herausgegeben von Joachim Fischer und Michael Makropoulos. Spätestens mit seiner spektakulären Neubebauung ist der Potsdamer Platz in Berlin vollends zum geschichtlichen, gegenwärtigen und zukünftigen Ort einer realen wie imaginären Topologie der Moderne geworden. Der Band verfolgt ein Gedankenexperiment: Dieses sozio-kulturelle Artefakt, das wie kaum ein anderes verdichtete Urbanität verkörpert und deshalb exemplarischen Rang für die Polyvalenz der Moderne hat, aus verschiedenen theoretischen Perspektiven heraus zu erschließen.
Die Komposition der Beiträge (Rational-Choice-Theorie, Kritische Theorie, Cultural Studies, Systemtheorie, Gender Studies, Diskursanalyse und Philosophische Anthropologie) hat zwei Ziele, die über einen bloßen Theorienvergleich hinausgehen. Die polyperspektivische Deutung soll zum einen an einem gemeinsamen Gegenstand Modernität je verschieden sehen lassen. Zum anderen geht es darum, die voneinander isolierten Theorieperspektiven an einem Fall als differente Theorien der Moderne zu bewähren.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2004
Einen neuen Akzent in der Debatte der soziologischen Theorie wollen die Herausgeber mit ihrem Band "Potsdamer Platz. Soziologische Theorien zu einem Ort der Moderne" setzen, berichtet der "mim." zeichnende Rezensent. Ob sie diesen hohen Anspruch auch einlösen können, lässt er in seiner knappen Besprechung allerdings offen. Bestens geeignet erscheint ihm jedenfalls der Ort, den Joachim Fischer und Michael Makropoulos als Demonstrationsobjekt für die Leistungsfähigkeit verschiedener soziologischer Theorieansätze ausgewählt haben, schließlich ist das architektonische Ensemble des Potsdamer Platzes recht umstritten. Der Band wolle aber nicht einfach nur divergierende Theoriebildungen der Soziologie am Beispiel des Potsdamer Platzes nebeneinander stellen. Er unterscheide sich von anderen Theorie vergleichenden Bänden dadurch, so der Rezensent die Herausgeber zitierend, dass er die "Spannung zwischen zu starken Theoriekriterien einerseits, bloß partikularen Demonstrationen andererseits in das Gedankenexperiment lenkt, verschiedenste Theoriepositionen auf ein Phänomen zu fokussieren".
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