Mit Abbildungen, Notenbeispielen, Anhang und Register.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.06.2000
Eine zwiespältige Kritik schreibt Thomas Fischer. Einerseits lobt er, dass Vogel einen zu Unrecht heute fast vergessenen Komponisten einigermaßen sachgerecht und distanziert würdige, andererseits weist er auf deutliche Schwächen des Bandes hin. Der biografische Teil sei quasi identisch mit einer 1989 erschienenen Rowohlt-Monographie des gleichen Autors, die Werkanalysen sänken zuweilen auf das Niveau eines handelsüblichen Opernführers herab, und der Auszug aus Pfitzners eigenen Schriften, der den dritten Teil des Bandes bildet, sei um deutschnationale und antisemitische Passagen bereinigt worden. Dennoch begrüßt der Rezensent das Erscheinen des Bandes, nicht zuletzt, weil er den biografischen Teil "flüssig zu lesen" und "hervorragend recherchiert" findet. Inwieweit Vogel darin auf Pfitzners umstrittene Rolle in der Nazi-Zeit eingeht, ist aus der Kritik nicht ersichtlich. Selbst der Rezensent verteidigt Pfitzner gegen den Vorwurf der Hitler-Nähe mit dem Argument, er habe sich für einen jüdischen Freund im KZ eingesetzt.
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