Bücherschau der Woche
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John Dewey
Erfahrung, Erkenntnis und Wert
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Martin Suhr. Dieser Band bietet einen Überblick über zentrale Themen und Thesen der Philosophie Deweys und kann hervorragend als Einführung in sein Denken dienen, so mit der Abhandlung "Ein allgemeiner Glaube", die in nuce seine "Religionsphilosophie" enthält.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.01.2005
Hat Denken eine Nationalität? In diesen nun auf deutsch vorliegenden, zwischen 1909 und 1946 verfassten "programmatischen Aufsätzen", so Rezensent Manfred Geier, wendet sich der oft als "der" amerikanische Philosoph gehandelte John Dewey gegen die Vorstellung von Philosophie als einem Denken, das es mit "überzeitlichen und universalen" Gegenständen zu tun hat, und verweist auf eine spezifisch amerikanische Ausrichtung in der Philosophie. Laut Dewey könne es nicht mehr Aufgabe des Philosophen sein, lediglich "auf den altehrwürdigen Problemen herumzukauen", so wie sie in der griechischen Antike formuliert wurden. Deweys Anliegen, so der Rezensent, war es, eine "integre Intelligenz" zu sein, sprich: "am zeitgenössischen Leben teilzunehmen, statt bloß Zuschauer zu sein" und "in den Gang der Ereignisse eingebettet sein, statt sich nur an den Dauerbrennern der Philosophiegeschichte zu entfachen". Dazu - und dies sei laut Dewey "typisch amerikanisch" - gehöre ein "nach vorne" gerichteter Blick, der nach zukünftigen Möglichkeiten forsche. Zudem sei es der "praktische Erfolg bei der Bewältigung stets neuer Problemsituationen", der zur "Leitlinie eines verantwortungsbewussten und kreativen Philosophierens" erhoben werden müsse. All dies scheint sehr nach dem Geschmack des Rezensenten zu sein, der erfreut verkündet, in diesen Essays ein "lebendiges Bild" des "engagierten" und "experimentellen" Denkers Dewey vorgefunden zu haben.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.12.2004
Rezensent Martin Hartmann findet es völlig unverständlich, dass der amerikanische Philosoph John Dewey (1859 - 1952) in Deutschland so wenig rezipiert worden ist, obwohl Richard Rorty und Jürgen Habermas immer wieder versucht haben, den Rang dieses "Pragmatikers par excellence" deutlich zu machen. Nun liegen zwei Bände vor, die sich laut Hartmann gut eignen, Deweys Werk "in seiner ganzen Breite kennen zu lernen". Aus dem Band "Erfahrung, Erkenntnis und Wert" hebt der Rezensent besonders den religionsphilosophischen Beitrag "Ein allgemeiner Glaube" hervor, in dem Dewey nicht nur frage, was Werte sind, sondern auch, "was sie in unserem praktischen Verhalten bewirken".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







