Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Astrid Ley

Zwangssterilisation und Ärzteschaft

Hintergründe und Ziele ärztlichen Handelns 1934-1945

Cover: Zwangssterilisation und Ärzteschaft

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 359337465X
ISBN-13 9783593374659
Kartoniert, 394 Seiten, 43,00 EUR

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Klappentext

Dissertation. 1933 schuf die NS-Regierung mit dem "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" die Grundlage für ihre Politik der Eugenik. Die Durchführung dieses Gesetzes stellte die Ärzte, die einerseits nationalsozialistisch organisiert, zugleich aber dem Ethos ihres Berufs verpflichtet waren, vor eine Gewissensentscheidung. Astrid Ley zeigt hier erstmals umfassend, wie sich Ärzte im Spannungsfeld von eugenischer Ideologie und traditioneller Berufsethik verhielten und in welchem Umfang sie an der NS-Selektionspolitik beteiligt waren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2004

Sehr aufschlussreich findet Rezensent Gotthard Jasper Astrid Leys Untersuchung des Verhaltens verschiedener Ärztegruppen zum Gesetz über die Zwangssterilisation von 1934. Die Autorin schildere "präzise" die Entstehung des "Erbgesundheitsgesetzes", die vorherrschende Kommentierung sowie die prozessualen Abläufe. Auf Grundlage bislang unerschlossener Quellen untersuche Ley die Position von niedergelassenen Ärzten, von beamteten Fürsorgeärzten und Anstaltspsychiatern: Während die niedergelassenen Ärzte nur äußerst selten von ihrer Anzeigepflicht Gebrauch machen, ja das Gesetzt teilweise boykottierten, zeigten die Fürsorgeärzte ihre einschlägigen Patienten bereitwillig an und verstanden sich selbst als eine Art "erbbiologisches Ermittlungsbüro". Zurückhaltender wirkten dagegen die Anstaltspsychiater, die auf ihre alleinige Kompetenz in Fragen der Sterilisationsindikation pochten. Die Unterschiede im Verhalten der drei untersuchten Ärztegruppen machen nach Jaspers Ansicht deutlich, dass weniger die eugenisch-volkspolitischen Überzeugungen der Ärzteschaft und deren relative Nähe zum Nationalsozialismus eine Rolle spielten. Es waren vielmehr die jeweiligen "Partikularinteressen" der unterschiedlichen Gruppen und ihr spezifisches Verhältnis zu ihren Patienten, die für die Umsetzung der nationalsozialistischen Sterilisationspolitik ausschlaggebend waren.

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Archiv: Bücherschauen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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