Alex Callinicos

Ein antikapitalistisches Manifest

Cover: Ein antikapitalistisches Manifest
VSA Verlag, Hamburg 2004
ISBN 9783899650662
Kartoniert, 160 Seiten, 14,80 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von David Paenson, Rosemarie Nünning und Thomas Weiss. Die politische Linke hat sich weder durch den Neoliberalismus noch durch den "Krieg gegen den Terror" mundtot machen lassen. Im Gegenteil: Ihre grenzüberschreitenden Diskussionen und Aktionen nehmen zu. Zeit für ein Anti-Kapitalistisches Manifest? Als Millionen von Menschen auf der ganzen Welt im Frühjahr 2003 gegen den Irakkrieg demonstrierten, nannte die New York Times diese Bewegung die "zweite Supermacht". Eine neue Ära des globalen Protestes ist angebrochen. Nach den Demonstrationen von Seattle 1999 und Genua 2001 hat sich eine weltweite Bewegung herausgebildet, die sich auf kontinentalen Sozialforen und den Weltsozialforen trifft, um Alternativen zu diskutieren.
Wofür steht diese Bewegung? Wendet sie sich nur gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik der G7-Länder oder ist ihr Gegner das kapitalistische System als solches? Einer der populärsten Slogans der Bewegung lautet: "Eine andere Welt ist möglich." Wie kann diese Welt aussehen?
Alex Callinicos stellt sich der historischen Bedeutung dieser Bewegung, die so viele Namen hat. Er analysiert die Entstehungsbedingungen und die Entwicklung, zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Mitglieder sowie ihre strategischen Dilemmata auf. Er argumentiert, dass diese Bewegung von ihrem Wesen her antikapitalistisch ist, weil sich ihre Werte und Ziele innerhalb dieser Gesellschaftsordnung nicht durchsetzen lassen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.12.2004

Da nimmt einer den Mund sehr voll, schon mit dem Titel, stellt Rudolf Walther zu Beginn gleich fest. Das Buch selbst besteht dann aus drei Teilen. Im ersten wird der Zustand des neoliberalen Kapitalismus beschrieben und mit Mitteln der marxistischen Analyse erklärt. Im zweiten Kapitel geht es um die Gegner der Globalisierung, die in ihrer Heterogenität vorgestellt werden. Und im dritten Teil findet sich das eigentliche, vom Titel angekündigte, vom Autor mit dem kommunistischen verglichene Manifest einer "sozialistischen Demokratie". Sie soll auf den Werten "Gerechtigkeit, Demokratie, Effizienz und Nachhaltigkeit" beruhen und wohl nicht auf Planwirtschaft hinauslaufen. Genauere Vorschläge zur Umsetzung bleiben freilich aus, bedauert der Rezensent. Darin sieht er die größte Schwäche des Buches, das ihm ein wenig großspurig daherkommt und wenig Originelles, aber seiner Ansicht nach auch viel Richtiges enthält.

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