Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karen Pfundt

Die Kunst, in Deutschland Kinder zu haben

Cover: Die Kunst, in Deutschland Kinder zu haben

Argon Verlag, Berlin 2004
ISBN-10 387024593X
ISBN-13 9783870245931
Gebunden, 350 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

In Schweden oder Frankreich ist es kein Problem, ein Kind zu kriegen, denn dort gibt es gesellschaftliche und staatliche Zusammenhänge, die es jungen Familien oder jungen Müttern ermöglichen, Beruf, Karriere und Kind miteinander zu vereinbaren. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall. Karen Pfund hinterfragt das traditionelle deutsche Familienbild und zeigt, wo es einer kinderfreundlichen Entwicklung im Wege steht. Immer mehr Frauen in Deutschland entscheiden sich bewusst gegen Kinder. Nicht, weil sie sich keine Kinder wünschen. Sondern weil sie glauben, sich keine Kinder leisten zu können, wenn sie gleichzeitig ein ausgefülltes Berufsleben wollen. Die Alternativen sind denkbar schlecht: entweder Kinderglück und Karriereknick oder beruflicher Erfolg und das böse Rabenelterndasein.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.12.2004

"Wer dieses Buch nicht liest, ist selber schuld." Vehement, ja drängend setzt sich Warnfried Dietling dafür ein, dass Karen Pfundts Evaluation und Weiterentwicklung der deutschen Familienpolitik einen weiten Leserkreis findet. Der Rezensent ist begeistert von diesem Beitrag Pfundts, die Gesellschaft "neu zu denken". Der "betuliche" Titel sei irreführend, hier erwarte den Leser kein Ratgeber oder gar ein Erbauungsbüchlein, sondern "eines der wichtigsten Bücher" der vergangenen Jahre zum Thema Familie. Es sei selten, dass in einem Buch alles so "glücklich" zusammenkommt: persönliche Erfahrung, wissenschaftliche Analyse und "breite" Recherche, und das alles präsentiert in einer "flotten, anschaulichen" Sprache. Der Rezensent lobt außerdem die internationale Perspektive Pfundts sowie die "analytische wie konzeptionelle" Stärke der Abhandlung, ohne dass dabei die praktische Umsetzung aus dem Blickfeld gerät.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren