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Karen Pfundt
Die Kunst, in Deutschland Kinder zu haben
Klappentext
In Schweden oder Frankreich ist es kein Problem, ein Kind zu kriegen, denn dort gibt es gesellschaftliche und staatliche Zusammenhänge, die es jungen Familien oder jungen Müttern ermöglichen, Beruf, Karriere und Kind miteinander zu vereinbaren. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall. Karen Pfund hinterfragt das traditionelle deutsche Familienbild und zeigt, wo es einer kinderfreundlichen Entwicklung im Wege steht. Immer mehr Frauen in Deutschland entscheiden sich bewusst gegen Kinder. Nicht, weil sie sich keine Kinder wünschen. Sondern weil sie glauben, sich keine Kinder leisten zu können, wenn sie gleichzeitig ein ausgefülltes Berufsleben wollen. Die Alternativen sind denkbar schlecht: entweder Kinderglück und Karriereknick oder beruflicher Erfolg und das böse Rabenelterndasein.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.12.2004
"Wer dieses Buch nicht liest, ist selber schuld." Vehement, ja drängend setzt sich Warnfried Dietling dafür ein, dass Karen Pfundts Evaluation und Weiterentwicklung der deutschen Familienpolitik einen weiten Leserkreis findet. Der Rezensent ist begeistert von diesem Beitrag Pfundts, die Gesellschaft "neu zu denken". Der "betuliche" Titel sei irreführend, hier erwarte den Leser kein Ratgeber oder gar ein Erbauungsbüchlein, sondern "eines der wichtigsten Bücher" der vergangenen Jahre zum Thema Familie. Es sei selten, dass in einem Buch alles so "glücklich" zusammenkommt: persönliche Erfahrung, wissenschaftliche Analyse und "breite" Recherche, und das alles präsentiert in einer "flotten, anschaulichen" Sprache. Der Rezensent lobt außerdem die internationale Perspektive Pfundts sowie die "analytische wie konzeptionelle" Stärke der Abhandlung, ohne dass dabei die praktische Umsetzung aus dem Blickfeld gerät.
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