Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Werner Herzog
Die Eroberung des Nutzlosen
Klappentext
Juni 1979: Werner Herzog bricht auf, um im südamerikanischen Dschungel "Fitzcarraldo" zu drehen, die Geschichte eines Mannes, eines Traumes und seiner abenteuerlichen Verwirklichung. Auch die Dreharbeiten geraten zu einem Abenteuer: Werner Herzogs Tagebuch ist das Protokoll einer existenziellen Erfahrung und des fortwährenden Konflikts mit seinem Hauptdarsteller Klaus Kinski, der sich immer tiefer in seine Rolle des Fitzcarraldo hineinsteigert.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2005
Herzogs Reise ins "Herz der Finsternis", sein persönlicher Trip "ins Unbewusste" - so charakterisiert Thomas David dieses Buch und stellt damit klar, dass es sich keineswegs um eine bloße Dokumentation der Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo" handelt, auch nicht um gewöhnliche Tagebuchaufzeichnungen. Sondern um "innere Landschaften, aus dem Delirium des Dschungels geboren" (Herzog), die als "literarisches Meisterwerk" dem Film "ebenbürtig zur Seite" stehen, so der Rezensent. Trotzdem fragt er sich bei der Lektüre, wie in drei Gottes Namen der Film überhaupt fertiggestellt werden konnte. Trotz Leiche, trotz Urwald und Vogelspinnen, und vor allem: trotz Kinski. Eine der Antworten ist: wegen Kinski, der zugleich "letzter Verbündeter" und schlimmster Feind des Regisseurs war. "Kinskis Porträt", schreibt David, "gehört zu den unvergesslichsten Bildern" dieses Buches, das er zu Herzogs großen Werken zählt.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2004
Mit dem Alltag will der Extremfilmer Werner Herzog nichts zu tun haben. Er sucht die Herausforderung in der Ferne, im Unzugänglichen oder, wenn es sein muss, in den "Halbirren", mit denen er es zu tun bekommt. Will sagen: Klaus Kinski. Der allerdings spielt, wie Merthen Wortmann fast etwas verwundert feststellt, gar keine zentrale Rolle in Herzogs Tagebuchaufzeichnungen, die während der Dreharbeiten zum Film "Fitzcarraldo" entstanden. Wind, Wetter, amazonische Naturgewalten treten prominenter auf, auch Jason Robards und Mario Adorf, die Weicheier, die sich alsbald vom Set verabschiedeten. Herzog freilich jagte weiter seiner "großen Metapher" hinterher, vom Schiff, das über den Berg muss - und hatte zuletzt erstaunlicherweise Erfolg. Der Rezensent ist, wie es scheint, abwechselnd beeindruckt und genervt von Herzogs Schilderungen seines "Urkampfs des Menschen". Ein "glücklicher Sisyphos", resümiert Wortmann, wenn es unter den Regisseuren einen gibt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








