Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Haiti - Inbegriff einer Gegenwelt: Voodoo, Terror, exotisches Elend? Nicht nur dies alles, sagt Buch: Haiti ist auchein schlechtes Spiegelbild Europas, ein Modell im verkleinerten Maßstab dafür, was passiert, wenn eine Gesellschaftaus dem Ruder läuft und im Chaos endet. Irgendetwas läuft schief, und niemand weiß genau, was. Die internationalen Experten rätseln darüber, genau wie die einheimischen Intellektuellen - und wie der Beobachter Buch, der Haiti seit dreißig Jahren kennt. Mit normalen literarischen Techniken ist einem tropischen Paradies, das sich in eine Hölle verwandelt, nicht beizukommen. Deshalb respektiert dieses Buch keine Genre-Grenzen. Es ist Roman, Essay, Reportage, Auto- und Biographie. Es treten auf: Petit Pierre, Propagandist und Handlanger von Papa Doc Duvalier, Tante Jeanne, Robespierre, eine amerikanische Botschafterin, Napoleon Bonaparte, aufständische Sklaven, mörderische Polizisten, Priester, Huren und Reporter.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.04.2005
Noch einmal macht sich Hans Christoph daran, das "Syndrom Haiti" umfassend darzustellen und man merkt ihm eine gewisse Erschöpfung an, meint Merten Worthmann. Wie schon in seinen vorhergehenden beiden Haiti-Romanen, setzt sich auch dieses Buch aus verschiedenen Teilen und Genres zusammen, indem Buch die Biographie eines deutschen Sklavenhändlers, die Erfahrungen aus der eigenen Kriegsreporter-Zeit und schließlich "historische Daten und haarsträubende Geschichten" zu einem "Romanessay" verbindet, erklärt der Rezensent. Ihm wäre lieber gewesen, der Autor hätte mehr "Stringenz" und weniger "launige Abschweifungen" in diesem Buch verfolgt und zudem hat er mitunter den Eindruck, in "Torschlusspanik" werde versucht, "aber auch wirklich jede" Haiti-Anekdote noch unterzubringen. Dafür findet der Rezensent andere Stellen wieder unbefriedigend knapp gehalten, etwas, wenn der Autor zwar ständig auf eigene familiäre Bindungen nach Haiti anspielt, diese aber nirgends ausführt. Langweilig ist der Roman nicht, gesteht Worthmann ein, aber das wäre angesichts der wechselvollen und fürchterlichen Geschichte Haitis auch kaum zu machen gewesen. Doch mokiert er sich über "einfallslose Prosa" und "sprachliche Klischees" und er hat irgendwie den Eindruck, Buch habe sich "eben einfach keine Mühe" mehr gemacht. Was seine "Haiti-Obsession" angeht, hat der Autor sich "nun genug Zähne ausgebissen", so der Rezensent kategorisch.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2004
Tobias Döring stellt zwei Bücher von Hans Christoph Buch vor, die sich um das "Lebensthema" dieses Autors drehen, nämlich um Haiti, in das er seit 1968 regelmäßig reist. "Tanzende Schatten", von Buch als "Romanessay bezeichnet, stellt Haiti auf drei verschiedenen Ebenen dar, als politische Reportage, Historienroman und "essayistische Reflexionen" über die Möglichkeiten literarisch über Haiti zu schreiben, erklärt der Rezensent. Er hält die Teile des Buches für die stärksten, in denen es Buch gelingt, das Gleichgewicht zwischen "dokumentarischer Nüchternheit und engagierter Anteilnahme" zu wahren. Tief beeindruckt zeigt er sich von den vielen "fesselnden Geschichten und beklemmenden Beobachtungen", die Buch vom Alltag in Haiti mitzuteilen hat. Weniger angenehm findet es Döring, dass der Autor es sich nicht verkneifen kann, sich selbst in diesem Buch immer wieder in den Vordergrund zu stellen. Es gelinge Buch nie, "von der eigenen Person abzusehen", kritisiert der Rezensent, dem die "packenden Reportagen" dieses Bandes mehr zugesagt haben als die "historische Fiktion".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







