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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ulrich Enzensberger

Die Jahre der Kommune I

Berlin 1967-1969

Cover: Die Jahre der Kommune I

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2004
ISBN-10 3462034138
ISBN-13 9783462034134
Gebunden, 256 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Neben Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und anderen war Ulrich Enzensberger einer jener "Kommunarden", die in der Zeit, als die USA Vietnam erledigen wollten, mit dadaistisch-politischen Aktionen Westberlin verrückt machten. Die KI provozierte die von den Alliierten kontrollierte Front- und Mauerstadt und ihre Bewohner, die nicht wahrhaben wollten, dass die Deutschen den Zweiten Weltkrieg angefangen und verloren hatten. Es kam zur Revolte der Außerparlamentarischen Opposition, die davon träumte, die Westsektoren der alten Reichshauptstadt in eine Freie Räterepublik, in eine Drehscheibe der Weltrevolution zu verwandeln. - Oder war da etwa noch mehr?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.10.2004

Wolfgang Kraushaar stellt das Buch über die Kommune I vor, das Ulrich Enzensberger als deren damaliges jüngstes Mitglied jetzt vorgelegt hat. Der Versuchung, ein Buch aus der "Schlüssellochperspektive" zu schreiben, ist der Autor nicht erlegen, denn er wechselt darin häufig den Blickpunkt, schreibt mal aus seinen persönlichen Erfahrungen heraus, mal stellt er die "Gruppenbiografie" dar, mal versucht er, einen "historischen Bericht" über die Kommune zu liefern, stellt der Rezensent gleich zu Anfang eingenommen fest. Dabei wahrt Enzensberger stets die "Distanz", wenn er aus seinen "Sympathien" für die Wohngruppe auch keinen Hehl macht, bemerkt Kraushaar angetan. Dass Enzensberger sich dabei "mit nicht unerheblichem Aufwand" die Mühe macht, das Kommune-Leben in seinen historischen Kontext einzuordnen, findet der Rezensent sehr lobenswert. Irgendwie erinnert ihn die Lektüre an einen "Film, den die meisten zwar zu kennen glauben", der sich beim Wiedersehen aber doch als ganz anders entpuppt, als man ihn in Erinnerung hatte. Hier ist eine "Ansammlung von Episoden zu einer Geschichte geworden", lobt der Rezensent. Allerdings stellt er an einer Stelle fest, dass auch Enzensberger nicht alles preisgibt, was im Umkreis der Kommune passierte; so wird der "Überfall" auf die früheren Mitbewohner Rainer Langhans und Uschi Obermaier, an dem auch der Autor beteiligt war, derart kryptisch beschrieben, dass er für Uneingeweihte nicht zu verstehen ist, merkt Kraushaar kritisch an.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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