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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Cioma Schönhaus

Der Passfälscher

Die unglaubliche Geschichte eines jungen Grafikers, der im Untergrund gegen die Nazis kämpfte

Cover: Der Passfälscher

Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3502156883
ISBN-13 9783502156888
Gebunden, 224 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Bearbeitet und mit einem Nachwort herausgegeben von Marion Neiss. Im Jahre 1942 taucht Cioma Schönhaus nach der Deportation seiner Eltern in den Untergrund von Berlin ab. Dort lebte er vom Erlös der elterlichen Wertsachen. Finanziell unabhängig, fälschte er - der über grafische Kenntnisse verfügte - Ausweispapiere, mit denen sich Hunderte von Todgeweihten retten konnten. Cioma Schönhaus berichtet, wie er sich als 20-jähriger Jude täglich durchschlagen musste und dabei sogar die Stirn besaß, eine kleine Segeljacht auf dem Wannsee zu kaufen. Sein Bericht zeugt von Intelligenz und Einfallsreichtum, von Lebenslust und auch von Leichtsinn. Immer wieder gelang es ihm, durch das Netz der Verfolger hindurchzuschlüpfen. Schließlich kam ihm die Gestapo doch auf die Spur und suchte ihn steckbrieflich. Mit seinem Fahrrad gelang ihm die Flucht in die Schweiz - selbstverständlich mit eigens gefälschten Dokumenten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.01.2005

in wahrhaft abenteuerliches und lebensgefährliches Leben hat Cioma Schönhaus im Dritten Reich geführt. Er weigert sich als Jude den Judenstern zu tragen, ja, er wagt gar mit großer Chuzpe hochstaplerische Auftritte in teuren Restaurants und verkauft die Wohnungseinrichtung seiner Eltern hinter dem Rücken der Nazis, die sie eigentlich konfisziert haben. Im Untergrund beginnt die eigentliche Karriere des gelernten Grafikers als Dokumentenfälscher. Seine Präzisionsarbeit hat vielen jüdischen Flüchtlingen das Leben gerettet - und auch er selbst schleicht sich mit einem selbst gefälschten Pass über die Schweizer Grenze. Der Rezensent Klaus Hillenbrand beschränkt sich in seiner Rezension der Autobiografie darauf, die aufregende Lebensgeschichte Schönhaus' nachzuerzählen - der Respekt vor dem Autor ist aber in jeder Zeile zu spüren.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.10.2004

Das Buch, in dem Cioma Schönhaus über seine Zeit im Berlin der Nazizeit berichtet, wo er untertauchte und dann Pässe für andere untergetauchte Juden fälschte, hat Elke Schubert vor allem durch die jugendliche "Unbekümmertheit" beeindruckt, mit der Schönhaus von seinen Erlebnissen erzählt. Allenthalben wird während der Lektüre der "Leichtsinn" Schönhaus' deutlich, der ihn zwar häufig in große Bedrängnis brachte, ihm aber auch oft genug das "Leben rettete", teilt die Rezensentin in ihrer kurzen Besprechung des Buches fasziniert mit.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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