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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Amelia ist eine Albatrosmutter, die in einer Kolonie auf einer Insel nordöstlich von Hawaii nistet und von dort aus aufbricht, um Fische und Krebse für ihre Jungen zu fangen. Auf ihren Reisen überquert Amelia ganze Ozeane, trotzt tropischen Orkanen mit spielerischer Leichtigkeit und ist stets auf der Hut vor Tigerhaien, die jeden ihrer Zwischenstopps auf dem Wasser zu einem riskanten Unterfangen machen.
Am Beispiel der Albatrosmutter Amelia entfaltet Carl Safina ein verblüffendes Porträt der "Herrscher der Meereslüfte", die 60 Jahre alt werden können und im Laufe ihres Lebens im Flug bis zu vier Millionen Seemeilen zurücklegen. Albatrosse sind erstaunliche Survival-Spezialisten, die tagelang ohne Zwischenlandung in der Luft bleiben können und dabei weniger Energie verbrauchen als am Boden. Doch selbst diese Tiere sind machtlos gegen den achtlosen Umgang des Menschen mit dem Meer: Tausende Albatrosse ersticken jährlich an Plastikmüll oder verfangen sich in den Langleinen von Fischdampfern. In dieser Hinsicht ist "Der Flug des Albatros" mehr als ein Appell, denn wer Amelias Geschichte liest, lernt nicht nur einen tapferen Sturmvogel lieben, sondern wird auch den Wert der Meere neu bemessen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2004
Allerhand Interessantes ist in diesem Buch über die weithin ignorierte Spezies des Albatros zu erfahren. Etwa dass der Albatros 95 Prozent seines Lebens im Flug verbringt. Dass dieser Flug vielmehr ein Gleiten ist mit eingerasteten Flügeln, ein Gleiten oft im Schlaf. Im Laufe eines vermutlich - man forscht noch nicht lange genug - rund sechzig Jahre umfassenden Albatroslebens gleitet das Tier schätzungsweise sechs Millionen Kilometer weit. Nur zur Bebrütung und Aufzucht seiner Einzelkinder kehrt die Albatrosmutter in den nächsten Umkreis der eigenen Geburtsstätte zurück: im Schnitt nicht weiter als 22 Meter entfernt. Das Buch, das Biologie und Sozialverhalten dieses "großartigen Vogels" vorstellt, hat den Rezensenten Michael Adrian restlos begeistert. Außer dem Albatros selbst werde auch die Spezies der "Forscher und Umweltaktivisten" vorgestellt, ein wunderbar sympathisches Selbstporträt des Autors, findet unser Rezensent.
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