Vorwort von Nagib Machfus. Text von Walter M. Weiss. 219 Schwarzweißfotos. Die Faszination Ägyptens zeigt dieser Bildband anhand historischer Fotos aus den Jahren 1923-1930. Die Bilder stammen aus dem Archiv des Fotografen Rudolf Lehnert (1878-1948) und seines Geschäftspartners Ernst Landrock (1878-1966), die von 1904-1939 in Tunis und Kairo ein Fotostudio und einen Verlag betrieben (die Buchhandlung Lehnert und Landrock gibt es noch heute in Kairo). Die berühmten Fotos werden hier zum größten Teil erstmals in Buchform veröffentlicht. Das Fotokaleidoskop umfaßt Aufnahmen weltberühmter Kulturdenkmäler und Ausgrabungsstätten, von Pyramiden, Tempelanlagen, Pharaonengräbern, Grabfunden (u.a. Tutenchamun), Moscheen, Städten, Dörfern, Landschaften (Wüsten, Oasen, Nil), Menschen, sowie Szenen aus dem Alltagsleben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.02.2005
Es gibt sie heute noch in Kairo, die deutsch-schweizerische Buchhandlung Lehnert und Landrock, berichtet Wolfgang G. Schwanitz, noch immer ein Sammelpunkt für deutschsprachige Ägypten-Reisende. Auch die Ahnherren und Gründer, der Österreicher Rudolf Franz Lehnert und der Sachse Ernst Heinrich Landrock, waren einst Afrika-Reisende, die zunächst in Tunis ein Fotogeschäft führten, dann in Deutschland einen Orient-Kunst-Verlag gründeten und nach dem Ersten Weltkrieg in Kairo ein Geschäft eröffneten, so Schwanitz. Lehnert und Landrock waren zu ihrer Zeit bekannte Fotografen, die 1914 bereits im "National Geographic" veröffentlichten. Ihre historischen Ägypten-Aufnahmen sind nun in einem Bildband zu bewundern, den Walter M. Weiss sorgfältig gestaltet habe, lobt Schwanitz und wünscht dem Buch ein lebhaftes Echo.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2004
Eberhard Rathgeb rekapituliert mit einer gewissen Lust den ungewöhnlichen Lebenswandel des Fotografen Rudolf Lehnert und des Kaufmanns Heinrich Landrock, die um die Jahrhundertwende zunächst ein Fotogeschäft in Tunis eröffneten und in den 1920er Jahren eine Buchhandlung in Kairo betrieben. Der vorliegende Fotoband zeigt Aufnahmen aus Ägypten, die aus dem 6000 Bilder umfassenden Fundus der beiden Geschäftspartner stammen, informiert der Rezensent. Die Fotos erlauben einen Blick in eine untergegangene Sphäre und machen deutlich, wie viel "Welt schon verloren gegangen ist", erklärt der Rezensent mit nostalgischer Wehmut.
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