Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Manfred Engel (Hrsg.)

Rilke-Handbuch

Leben - Werk - Wirkung

Cover: Rilke-Handbuch

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar 2004
ISBN-10 3476018113
ISBN-13 9783476018113
Gebunden, 570 Seiten, 64,95 EUR

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Klappentext

Unter Mitarbeit von Dorothea Lauterbach. Mit einem Abriss zur Forschungsgeschichte, Bibliographie und 32 s/w-Abbildungen. Rilke hat "das deutsche Gedicht zum ersten Mal vollkommen gemacht", urteilte Robert Musil. Grund genug, Leben und Werk in einem eigenen Handbuch unter die Lupe zu nehmen. Von bleibender Aktualität, skeptisch gegenüber allen einseitig rationalen, psychologisch-soziologischen Welterklärungen entwirft Rilke ein Menschenbild mit rein poetischen Mitteln. Rilkes Biografie, seine Beziehungen z.B. zur russischen Literatur und den Dichterinnen Marina Zwetajewa und Anna Achmatova, zur Psychoanalyse und zu anderen Künsten erschließen das Schaffen in allen Schattierungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2006

Gelungen findet Hans-Albrecht Koch das neue "Rilke-Handbuch". Der umfangreiche, von zahlreichen Autoren erarbeitete Band zieht seiner Einschätzung nach eine Summe der Forschung, "die in vieler Hinsicht für lange Zeit den Ausgang aller weiteren Beschäftigung mit dem Dichter bilden wird". Behandelt werden Leben und Persönlichkeit, Kontakte und Kontexte sowie Dichtungen und Schriften Rilkes. Koch hebt hervor, dass der Band einem "informativen Positivismus" verpflichtet ist, wie er sich für ein derartiges Handbuch gezieme und vom Herausgeber auch bei dessen Mitwirkung an der großen kommentierten Ausgabe der Werke des Dichters gepflegt worden sei. Nichtsdestoweniger weist Koch auch auf die Grenzen eines solchen Handbuchs hin, die für ihn vor allem dort deutlich werden, wo es Literaturbeziehungen behandelt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2004

Magnus Klaue betont zunächst, dass die Rezeption von Rilkes Werken bisher stark an das Selbstverständnis des Schriftstellers als "seherisches Medium" gebunden war, weshalb er dieses Handbuch, das andere interpretatorische Wege beschreitet, sehr begrüßt. In einzelnen Beiträgen verschiedener Autoren bietet dieser von Manfred Engel herausgegebene Band zu allen wichtigen Aspekten des Rilkeschen Oeuvres Informationen "auf höchstem Niveau", schwärmt der Rezensent. Er preist das Buch als "vielfältige Gesamtschau", die denjenigen Lesern, die sich im Werk Rilkes zurechtfinden wollen, einen nützlichen Leitfaden bietet. Den Hinweis auf die "Interkulturalität" Rilkes sieht Klaue allerdings vor allem einer germanistischen Mode geschuldet. Daneben aber hat der Rezensent "erhellende Klarstellungen" gefunden, zum Beispiel darüber, wie stark Rilkes Cezanne-Begeisterung im Licht seiner "Kritik an Baudelaire" zu verstehen ist, wie Dorothea Lauterbach in ihrem Beitrag nachweisen kann. Nur die Wirkungsgeschichte von Rilkes Werken findet der Rezensent etwas stiefmütterlich behandelt, und hier sieht er denn auch ein "Desiderat der Forschung", das auch nach diesem Handbuch noch auf Bearbeitung wartet.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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