Schöne neue Welt. Der Siegeszug der Demokratie ist unaufhaltsam. Die Zitadellen der Tyrannen wanken, die Mauern der Autokraten bersten. Zwischen Kapstadt und Singapur, Teheran und Wladiwostok: Kein Land, vielleicht nicht einmal in China, scheint dem gewaltlosen Versprechen der Freiheit und dem Recht auf Menschenrechte auf Dauer widerstehen zu können. Rechtsstaat und Demokratie, die Filme Hollywoods und die Semiotik des Pop bilden die weltweit verstandene Universalsprache einer mit sich versöhnten Menschheit. Es ist Frieden. Ewiger Frieden. Doch ist das wirklich die Wirklichkeit?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2000
Der Band suche und untersuche, auf den ersten Blick recht optimistisch, Demokratisierungsprozesse in aller Welt, berichtet der Rezensent mit dem Kürzel rox.. Der Optimismus aber weiche schnell "dunkelsten Schatten" und selbst der einstige Enthusiast des Fortschritts der westlichen Zivilisation Francis Fukuyama, der als einziger Beiträger des Sammelbandes gesondert erwähnt wird, sei inzwischen recht skeptisch geworden.
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