Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Claus Volkenandt

Rembrandt

Anatomie eines Bildes. Diss.

Cover: Rembrandt

Wilhelm Fink Verlag, München 2004
ISBN-10 3770540026
ISBN-13 9783770540020
Kartoniert, 432 Seiten, 49,90 EUR

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Klappentext

Die Kunstgeschichte hat eine eigentümliche Opposition entwickelt und lange festgeschrieben: die Alternative von historischem oder ästhetischem Bildumgang. Diese Opposition von Kunst oder Geschichte verstellt jedoch die Janusköpfigkeit kunsthistorischen Arbeitens: Die Geschichte ist kunsthistorisch genauso unhintergehbar wie die Sinnlichkeit. Wenn sich das Fach aus dieser Spannung konstituiert, wie kann es mit diesen Prämissen angemessen umgehen? Die vorliegende Arbeit diskutiert dies ausführlich an Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp. Gerade in der Deutungsgeschichte dieses Bildes zeigt sich die Alternative von Kunst oder Geschichte besonders deutlich. Gegen diese Opposition wird hier gefragt, ob nicht aus den ästhetisch gewonnenen Erkennntisleistungen der Kunst, wie sie beispielsweise die Ikonik Imdahls entwickelt hat, ein Brückenschlag zu einer historischen Erfahrung möglich ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.09.2004

In "gespannter" Erwartung hat Rezensent Robert Jütte Claus Volkenandts Dissertation über Rembrandts berühmtes Gemälde "Die Anatomie des Dr. Tulp" zur Hand genommen. "Keine leichte Aufgabe" sei es, diesem Gemälde neue Aspekte abzugewinnen, so Jütte, da bereits "dicke Bücher" und "Hunderte von Aufsätzen" dazu vorliegen. Der informierte Rezensent lässt die wichtigsten Arbeiten Revue passieren, um dann Volkenandts "theoriegesättigte" Studie zu loben, weil sie den Vorarbeiten "ausführlich" Rechnung trage. Allerdings trübte die Verwendung von Originalzitaten Jüttes "Lesegenuss enorm", besonders das "deutsch-niederländische Kauderwelsch" missfiel ihm. Außerdem ärgerten ihn die zahlreichen "philosophischen Versatzstücke", mit denen Volkenandt seine Thesen "verdunkelt". Auch dem theoretischen Ansatz Volkenandts, zwischen "ästhetischen" und "historischen" Interpretationen zu vermitteln, konnte Jütte nichts abgewinnen. Für sein Befinden wird damit nur ein "künstlicher Graben zwischen Kunst und Geschichte" aufgeworfen. Statt dessen, so empfiehlt Jütte, hätte Volkenandt besser die Perspektive des "heutigen" Betrachters wählen sollen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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