Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2004
Aus Anlass des siebzigsten Geburtstags der vor zwei Jahren verstorbenen Autorin und Filmkritikerin Frieda Grafe bespricht Fritz Göttler zwei Texte der Autorin, die nun wieder aufgelegt worden sind. Den 1978 in der Zeitschrift "Die Republik" publizierten Text "Zwei Jahre aus meinem Leben mit Gertrude Stein" beschreibt der Rezensent als eine "Art Ehrenrettung" der als schwierig und starrköpfig angesehenen Gertrude Stein. Zugleich würdigt er ihn als "profunden Lektürebericht" und preist ihn als einen der "wichtigsten" Äußerungen zur "ästhetischen Moderne". Dabei sei das Buch ein "richtig entspannter Trip" in das schwierige Terrain der Gertrude Stein und ermögliche eine neue Perspektive und eine "andere Lese-Topografie", so der Rezensent begeistert. Göttler ist geradezu angerührt, wie Grafe in ihrem Buch "wie ein Kind von Gertrude Stein und Josef von Sternberg, mit dem Onkel Renoir und dem Vetter Godard" durch das "Wunderland der Moderne" führt und es imponiert ihm, mit welcher Furchtlosigkeit sie sich dabei "dem Augenblick" stellt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…