Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Norbert Schneider
Geschichte der Genremalerei
Die Entdeckung des Alltags in der Kunst der Frühen Neuzeit.
Klappentext
Diese Einführung bietet erstmals einen geschichtlichen Überblick über die europäische Genremalerei des 15. bis 17. Jahrhunderts. Die Herausbildung eines künstlerischen Interesses an Szenen und Situationen des Alltags wird also nicht nur - wie sonst üblich - an holländischen Bildern verfolgt. Vielmehr zieht Norbert Schneider auch französische, italienische, spanische und deutsche Beispiele heran. Auf diese Weise werden die Unterschiede in den sozialen und ökonomischen Prozessen der verschiedenen Länder deutlich. Fragestellungen und Ergebnisse der Sozial-, Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte greift der Autor ebenso auf wie rechts-, wissenschafts- und kirchengeschichtliche Aspekte. Das Buch wird durch eine umfangreiche Bibliographie ergänzt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2004
Eine sorgfältige Arbeit und ein simpler Gedanke - allzu simpel, findet die Rezensentin Christine Tauber. Denn Norbert Schneiders "Geschichte der Genremalerei" stelle diese als einen bloßen Spiegel gesellschaftlicher Werte der Frühen Neuzeit dar - die Ästhetik wird der "Aussage" untergeordnet, und die ist entweder affirmativ im Sinne der Herrschenden oder formuliere einen Widerstand gegen die herrschende Ordnung. Nun hat die Rezensentin gar nichts dagegen, Kunstgeschichte mit Sozialgeschichte zu verbinden, auch die machtkritische Perspektive stört sie nicht per se, aber: Ein bisschen komplizierter sei die Sache ja dann doch als Schneider sie aus seiner "klassenkämpferische Sicht" darstelle. Von wegen: "Schlechte Künstler bequemen sich den herrschenden Verhältnissen an und malen eine heile Welt des kleinen Glücks, die herrschaftsstabilisierend wirkt. Gute Künstler hingegen bedienen sich satirischer oder realistisch- abbildender Mittel der Gesellschaftskritik". Ideologiekritik ideologisch - das kann's nicht sein, meint Tauber.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








