Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Pierre Assouline

Henri Cartier-Bresson

Das Auge des Jahrhunderts

Cover: Henri Cartier-Bresson

Steidl Verlag, Göttingen 2003
ISBN-10 3882439394
ISBN-13 9783882439397
Gebunden, 368 Seiten, 25,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen von Holger Fock, Sabine Müller und Jürgen Schröder. Mit zahlreichen Fotos auf Tafeln. Henri Cartier-Bresson, geboren 1908, wollte eigentlich Maler werden. Er wurde einer der berühmtesten Fotografen des zwanzigsten Jahrhunderts. Als Reporter reiste er durch die Welt und fand sich an den Brennpunkten der Weltgeschichte wieder: im Spanischen Bürgerkrieg, in Gandhis Indien, im China des jungen Mao. Drei Jahre in deutscher Kriegsgefangenschaft prägten seine Sichtweise tief. Pierre Assouline hat das Leben des Fotografen mit Leidenschaft aufgezeichnet und ist ihm auf den vielen Stationen seines rastlosen Lebens gefolgt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2004

Fotografiert zu werden, das liebte der große Fotograf Henri Cartier-Bresson überhaupt nicht. Und zum regelrechten Interview, das Pierre Assouline gerne führen wollte, hat er sich auch nicht bereit erklärt. So wurde aus den langen, informellen Gesprächen, die die beiden miteinander führten, diese Biografie, die allerdings, daran lässt die Rezensentin Franziska Meier keinen Zweifel, deutlich mehr Schwächen als Stärken hat. Weder über die Persönlichkeit des Dargestellten noch über seine Kunst erfahre man wirklich etwas, vielmehr sei das ganze in erster Linie eine "Ansammlung von Anekdoten, eine schwärmerische Liebeserklärung an das Fotogenie". Über die Jahre im Stalag, einem Kriegsgefangenenlager bei Heidelberg, erfährt man, bedauert Meier, wenig - und auf jeden Fall zu wenig, als dass man die Ansicht des Autors, es handele sich hier um das Schlüsselerlebnis in Cartier-Bressons Leben, vorbehaltlos teilen könne. Bleibt nur das wenig erfreute Resümee: "Da, wo sich der Leser eine Analyse der Fotokunst gewünscht hätte, steigert sich Assouline in begeisterte Beschreibungen der Bilder - von denen nicht ein einziges abgedruckt ist -, in die Beschwörung eines genialen, vom Glück verfolgten Menschen, womit er offenkundig alles für gesagt hält."

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren